Pistorius will bis zu 200 Kinder aus Griechenland holen

Während andere Bundesländer sich sperren, hat Niedersachsens Innenminister angekündigt, 200 Flüchtlingskinder aus Griechenland holen zu wollen.

Von Michael Steiner

Unbegleitete minderjährige Asylbewerber, sie gelten oftmals als Eintrittskarte für die Eltern, die selbst kaum eine Chance auf Asyl haben. Und solche befinden sich zu Hunderten in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Wobei man aus Erfahrung wissen sollte, dass beim Alter oftmals geschummelt wird.

Das hält jedoch den niedersächsischen Innenminister, Boris Pistorius (SPD), nicht davon ab, mindestens 100 bis 200 Kinder unter 14 Jahren aus diesen Lagern nach Deutschland holen zu wollen. Kinder mitten in Europa in erbärmlichen Lagern, völlig allein Krankheiten und Gewalt ausgeliefert zu lassen, kann ich nicht hinnehmen“, sagte Pistorius der „Welt“.

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Die Reaktionen auf seinen Vorstoß in dieser Sache im vergangenen Herbst, seien zum Teil „zynisch“ gewesen. „Es ist beschämend, wie sich die Politik in Teilen aus Angst vor rechter Stimmungsmache in die Büsche schlägt“, so der SPD-Politiker weiter. Dabei wird von „rechter“ Seite lediglich die Einhaltung von Recht und Ordnung gefordert. Er forderte die Bundesregierung auf, seinem Vorschlag zuzustimmen, die Kinder nach Deutschland zu holen. Dies sei bisher aber nicht geschehen.

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Und das aus gutem Grund. Fängt Deutschland damit an, die Kinder zu übernehmen, werden nicht wenige Eltern versuchen, auch einige ihrer Kinder vorzuschicken und sie den kriminellen Schleppern zu überlassen, um sie nach Griechenland zu bringen. Ein Weg der gefährlich ist und auf dem die Kinder zudem Gefahr laufen, sexuellen Übergriffen ausgeliefert zu sein. Solche „humanitären Gesten“ können schlussendlich genau den gegenteiligen Effekt haben, was jedoch in die Gutmenschengehirne offensichtlich nicht hineingeht.

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Und dann sind da noch die Kosten für die deutschen Steuerzahler. Jeder dieser unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kostet die öffentlichen Kassen jährlich um die 50.000 Euro, wie Zahlen aus dem Jahr 2018 nahelegen. 200 dieser Minderjährigen wären also etwa 10 Millionen Euro im Jahr.

Und, wie die „Welt“ damals berichtete: „Nach Angaben des Städte- und Gemeindebunds erlaubt es das Sozialgesetzbuch, erwachsene Ausländer in Ausnahmefällen bis zum 27. Lebensjahr durch die Kinder- und Jugendhilfe zu betreuen.“ Das bedeutet im Falle von den bis zu 200 Unter-14-Jährigen, dass sie dem Staat insgesamt bis zu 100 Millionen Euro kosten könnten. Aber mit dem Geld der Steuerzahler kann man schon großzügig sein, oder Herr Pistorius?

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