NATO will sich stärker in Nahost engagieren

Die NATO will den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nachkommen und stärker im Nahen Osten intervenieren. Stoltenberg sagte ihm Unterstützung zu.

Von Redaktion

US-Präsident Donald Trump sprach die Nation an, nachdem iranische Raketen am Mittwoch amerikanische Militäreinrichtungen im Irak getroffen hatten. Er kündigte neue Sanktionen gegen Teheran an und forderte die NATO auf, ihr Engagement im Nahen Osten zu verstärken.

Die NATO hat den Forderungen von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, nach iranischen Luftangriffen auf US-Militäreinrichtungen im Irak „viel mehr in den Nahen Osten zu involvieren“.

Das folgende Telefongespräch zwischen dem US-Präsidenten und dem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit Gesprächen über „Entwicklungen im Nahen Osten“ zeigte, dass das Bündnis zugab, dass es eine größere Rolle bei der „Stabilität“ in der Region spielen könnte, berichtete „The Hill“ unter Zitierung der Abschrift.

„Der Präsident hat den Generalsekretär der NATO gebeten, sich stärker im Nahen Osten zu engagieren. Sie waren sich einig, dass die NATO mehr zur regionalen Stabilität und zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus beitragen kann“, heißt es in der Erklärung nach der Aufforderung.

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Der Anruf wurde vom stellvertretenden Pressesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, auf seinem Twitter-Konto bestätigt.

Trumps Appell an das Bündnis folgt auf seine frühere Kritik daran, dass die NATO-Mitglieder das Ziel von 2 Prozent des BIP für Verteidigungsausgaben nicht erreicht haben, und auf die Äußerung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dass die westliche Militärorganisation derzeit den „Hirntod“ erlebt habe, eine Aussage, die vielfach kritisiert wurde. Allerdings gab es auch viel Zustimmung.

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Am Mittwoch sprach Donald Trump nach dem Raketenangriff auf die US-Militärstützpunkte im Irak durch Teheran, der zuvor versprochen hatte, die Ermordung seines obersten Militärbefehlshabers Qasem Soleimani durch die USA am 3. Januar vor der amerikanischen Nation zu „rächen“.

Trotz Medienberichten, denen zufolge der Iran einige Opfer reklamierte, sagte Trump, dass bei dem Angriff auf Erbil und die Ayn al-Asad Air Base, in der internationale Koalitionstruppen stationiert sind, kein US-Militärpersonal verletzt worden sei.

Während der Rede behauptete er, die Ermordung von Soleimani sei defensiver Natur und verhindere, dass dieser am 4. Januar neue Angriffe verübte. Der US-Präsident sagte auch, dass die USA angesichts der Anschläge neue „mächtige Wirtschaftssanktionen“ gegen den Iran verhängen würden.

Nun stellt sich die Frage, wie es im Nahen Osten weitergeht, wenn die NATO eine noch stärkere Präsenz dort haben wird als ohnehin schon.

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2 Kommentare

  1. Nato abschaffen, sie ist der größte Kriegsverbrecher und Kriegstreiber und dient nur dazu die Waffenumsätze weltweit anzukurbeln. Ohne Nato geht es der Menschheit besser.

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