Lebensmittel: EU-Kommission will strengere Regeln

Bei der Erzeugung und beim Konsum von Lebensmitteln sollen künftig strengere Regeln gelten, so die EU-Kommission.

Von Michael Steiner

Die neue EU-Kommission will bei der Erzeugung und beim Konsum von Lebensmitteln im Rahmen ihres Klimaschutz-Programms neue, strengere Regeln durchsetzen. So soll unter anderem weniger Chemie auf die Äcker kommen, auch sollen weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Ebenfalls sind bessere Verbraucherinformationen und gesündere Ernährung Ziele.

Etwa elf Prozent der Treibhausgasemissionen in der EU stammten aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelherstellung, sagte die EU-Kommissarin für Gesundheit und Verbraucherpolitik, Stella Kyriakides, den Funke-Zeitungen. Deshalb könne man nicht so weiter machen wie bisher. Damit Europa 2050 der erste klimaneutrale Kontinent der Welt werde, “müssen wir einen neuen, gesünderen, gerechteren und nachhaltigeren Ansatz für Produktion und Konsum einführen.”

Eine entsprechende “Farm-to-Fork-Strategie”, die sie im Frühjahr vorlegen werde, solle jeden Schritt der Lebensmittelkette berücksichtigen und werde “einer der Schlüsselbausteine des Europäischen Green Deal”. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem “ehrgeizige Ziele” für die Reduzierung des Pestizid-Einsatzes in der Landwirtschaft, mehr Verbraucherinformationen und der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung: “Unser Ziel ist klar: Die Lebensmittelverschwendung soll bis 2030 halbiert werden”, sagte Kyriakides.

Es sei inakzeptabel, dass in Europa etwa 20 Prozent der produzierten Lebensmittel weggeworfen würden, während sich Millionen von Bürgern eine anständige Mahlzeit nicht leisten könnten. “Aber das passiert jeden Tag.”

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