Kurz: „Seenotretter führen zu mehr Toten“

Scharfe Kritik an den privaten Seenotrettern im Mittelmeer kommt von Sebastian Kurz. Diese würden für mehr Tote sorgen.

Von Michael Steiner

Österreichs künftiger (Wieder-)Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kritisiert die Arbeit der privaten Seenotretter im Mittelmeer, die ständig Migranten aufgreifen und nach Europa bringen. Eine Kritik, die er bereits früher schon angebracht hatte.

„Das Vorgehen der privaten Seenotretter führt am Ende zu mehr Toten. Es ist doch so: Durch das Retten im Mittelmeer und einem direkten Ticket nach Europa machen sich immer mehr auf den Weg und immer mehr ertrinken dadurch“, sagte Kurz der „Bild“.

All jene, die glaubten, etwas Gutes zu tun, müssten sich eingestehen, dass es diese erwiesene Steigerung der Toten durch ihr Vorgehen gebe. „Das bedauere ich zutiefst und werde es weiter bekämpfen. Es darf nicht darum gehen, was nach außen hin vielleicht gut aussieht, sondern was funktioniert. Ein Modell der privaten Seenotrettung funktioniert nicht“, so der konservative Politiker.

Ebenso kritisiert er die Forderung der deutschen Grünen, Flüchtlingskinder aus Lesbos in Griechenland nach Deutschland und andere wohlhabende EU-Länder wie Österreich zu bringen. Kurz sieht darin wohl einen Teufelskreis, der durchbrochen werden sollte.

Loading...

„Wenn wir diese Menschen jetzt alle weiter nach Deutschland oder anderswo hinbringen, dann ist das genau das Geschäft der Schlepper, denn das bedeutet, dass sich immer mehr Menschen auf den Weg machen, weil sie wissen, dass es funktioniert. Es führt dazu, dass immer mehr Menschen im Mittelmeer ertrinken“, erklärte er.

Allerdings stellt sich die Frage, wie die ÖVP in den kommenden Jahren reagieren wird, wenn sie mit den Grünen koaliert. Deren Vertreter haben schon anklingen lassen, dass man eine „humanere“ Flüchtlingspolitik in Österreich verfolgen wolle. Man kann davon ausgehen, dass dies durchaus zu einem Knackpunkt avancieren wird.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Deutlich mehr Ausweisungen von Ausländern

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.