Was haben der Klimawandel und die Wirtschaft gemeinsam? Ungenaue Prognosen, da viele Faktoren nur geschätzt werden können. Ein Appell an die Vernunft.

Von Marco Maier

Wer aufmerksam Wirtschaftsberichte liest, wird oftmals feststellen, dass beispielsweise bei den Prognosen für das erwartete Wirtschaftswachstum alle paar Monate Korrekturen stattfinden. Ähnlich ist dies bei längerfristigen Wetterprognosen, die über ein paar Tage hinausgehen. Das sind ganz normale Prozesse, da sowohl die Ökonomen als auch die Meteorologen viele Faktoren lediglich abschätzen können und oftmals auf ihre Erfahrung vertrauen.

Vielleicht kennen Sie ja den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome von 1972. Viele der düsteren Szenarien für das Jahr 2000 haben sich selbst heute im Jahr 2020 (noch) nicht ergeben. Auch die medialen Schockberichte aus der Zeit um die Jahrtausendwende, wonach wir bereits jetzt im Jahr 2020 eine Klimakatastrophe haben würden, mit vielen überfluteten Küstenstädten, haben sich nicht bewahrheitet.

Das kann man durchaus mit verschiedenen wirtschaftlichen Prognosen vergleichen. Wer hätte 1995 die „Dot-Com-Bubble“ vorhergesehen und mit einberechnet, oder im Jahr 2000 die Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008? Klar, einzelne warnende Stimmen gab es schon zuvor, doch der Mainstream hat diese weitestgehend ignoriert und die Börsenparties gefeiert. Ähnliches gilt bei der Bewertung der aktuellen Situation: die Logik sagt, dass die Aktien quer durch die Bank überbewertet sind und die Zahlen stark auf eine baldige „Korrektur“ (also einen großen Crash) hinweisen. Doch werden solche Szenarien bei den Bruttoinlandsprodukt-Prognosen für die nächsten Jahre miteinkalkuliert? Nein, zumindest nicht im Mainstream.

Kommen wir nun zum Klimaalarmismus der Jetztzeit. Gerade mit „Fridays For Future“, Greta Thunberg & Co hat sich eine (für manche Leute höchst profitable) Bewegung etabliert, die mit umfangreichen Horrorszenarien hausieren geht. Natürlich ist der Hauptschuldige das Kohlendioxid, welches ein natürliches Spurenelement unserer Atmosphäre darstellt und für die Photosynthese der Pflanzenwellt extremst wichtig ist. Doch damit kann man einen Haufen Geld verdienen, wie ich auch in meinem Buch „Greta und die Klimareligion“ dargelegt habe. In Zeiten von mageren Renditen wo man nur hinblickt sind die ganzen Umstrukturierungen auf „grün“ (die auch noch mit viel Steuergeld forciert werden) verlockend.

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Auch wenn man davon ausgehen sollte, dass Prognosen eben nur Fortschreibungen vorangegangener Entwicklungen sind, die man je nach Auslegung und Verwendung spezifischer Daten verstärkt oder abschwächt, gilt auch hier der Grundsatz: Es ist nicht möglich, die Zukunft vorherzusagen. Wir müssen Effekte wie die Sonnenaktivität, mögliche Vulkanausbrüche und dergleichen ebenfalls miteinkalkulieren.

Und wenn trotz all der schmelzenden Gletscher und Polkappen sämtliche Küstenstädte (von Jakarta einmal abgesehen, welches jedoch vor allem wegen der massiven Grundwasserentnahme absinkt…) weiterhin boomen und auch in den letzten 20, 30 Jahren trotz der damaligen Warnungen keinen nennenswerten Anstieg des Wasserpegels verzeichneten, dann sollte man davon ausgehen, dass sich das so schnell nicht ändern wird. Außer natürlich, es kommt zu (unerwarteten) externen Schocks, die rasche Veränderungen mit sich bringen.

Egal ob in der Wirtschaft oder in Sachen Klimawandel – es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren, die Ist-Lage zu analysieren und auch verschiedene Katastrophenszenarien (ob nun Finanzcrash oder auch massive Veränderungen der Sonnenaktivitäten…) mit ein zu kalkulieren und dementsprechend verschiedene Modelle zu präsentieren. Die Zukunft ist ungewiss und voller Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Sich auf ein einziges Modell festzulegen wird lediglich dazu führen, immer wieder Anpassungen vornehmen zu müssen und sich unglaubwürdig zu machen.

Das Klima verändert sich schon seit Milliarden von Jahren und auch in der Wirtschaft gibt es stets Booms und Krisenzeiten. Und in beiden Fällen zeigt es sich immer wieder, dass viele (gutgemeinte) Regulierungsmaßnahmen entweder einfach nur sinnlos sind oder sogar Fehlentwicklungen verstärken. Alternativen zur Verwendung von Kohle und Öl zu finden ist mit Sicherheit wichtig und richtig, doch dies mit der Begründung des Klimawandels mit aller Gewalt erzwingen zu wollen dürfte wohl ein Irrweg sein, der schlussendlich mehr Schaden verursacht als dass er Fortschritte bringt.

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