Esper an Nordkorea: US-Streitkräfte „bereit, heute Abend zu kämpfen“

US-Verteidigungsminister Mark Esper hat Nordkorea gewarnt, dass die Vereinigten Staaten weiterhin bereit seien, notfalls zu kämpfen. Dabei ist es Washington, welches auf Eskalation setzt.

Von Redaktion

In einem Interview mit Fox News am Donnerstag sagte Esper, dass Washington ein politisches Abkommen zur Denuklearisierung immer noch als den besten Weg betrachte, merkte jedoch an, dass die amerikanischen Streitkräfte voll und ganz auf den Kampf vorbereitet seien.

„Wir glauben, dass der beste Weg nach vorne in Bezug auf Nordkorea eine politische Einigung ist, die die Halbinsel denuklearisiert. Wir sind auf diesem Weg und werden auf diesem Weg bleiben“, so der US-Verteidigungsminister.

„Wir würden Kim Jong-un und sein Führungsteam natürlich dringend bitten, sich an den Verhandlungstisch zu setzen, um dies zu tun“, bemerkte Espier. „Aber das heißt, wir bleiben aus militärischer Sicht bereit, heute Abend zu kämpfen“, fügte er hinzu.

„Wir haben eine ganze Reihe von Streitkräften. Sie sind bereit. Sie sind Luft- und Seestreitkräfte und Streitkräfte der Armee. Wir haben unsere südkoreanischen Partner bei uns, und dann haben wir auch eine größere Anzahl von Verbündeten und Partnern da draußen“, sagte er. „Ich bin also zuversichtlich, dass unsere Streitkräfte bereit sind, schlechtes Verhalten in Nordkorea zu verhindern. Sollte dies fehlschlagen, kann ich nach Bedarf kämpfen und gewinnen.“

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Die USA und Nordkorea waren seit 2018 bis vor kurzem an der bilateralen Diplomatie über die Entmilitarisierung der koreanischen Halbinsel beteiligt.

Trotz der gegen das Land verhängten Sanktionen hatte Pjöngjang einige einseitige Schritte unternommen, um seinen guten Willen zu demonstrieren, einschließlich der Unterbrechung des Teststarts von Raketen. Doch die Diplomatie geriet ins Wanken, als Washington sich weigerte, die einseitigen Schritte zu erwidern. Pjöngjang setzte die Frist auf Ende 2019, bis zu der die USA handeln sollten.

Als diese Frist kam und verstrich und die USA keine Sanktionserleichterungen durchführten, erklärte der nordkoreanische Führer Kim Jong-un am Mittwoch das Moratorium für seine Raketentests für beendet. Wie üblich wird Washington den Schwarzen Peter wieder Nordkorea zuschieben, obwohl man selbst für die erneute Eskalation verantwortlich ist.

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Ein Kommentar

  1. Danke dem Contra-Magazin für die Klarstellung, wer bisher der Aggressor im Nordkorea-Konflikt war und ist.
    Die sich selbsternannte „Führungsmacht der freien Welt“, die USA,
    verwenden eine so schäbige Rhetorik, daß sich denkende Menschen einfach nur angewidert von dieser gefährlichen Politik abwenden können.
    In dem Konflikt zwischen den USA und Nordkorea war letzteres Land die
    konstruktivere Seite.
    Die USA haben die andere Seite nur hingehalten und in keiner Aktion zur Entspannung beigetragen. Esper läßt nun die Katze aus dem Sack, aber
    Nordkorea läßt sich zu recht nicht erpressen.

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