„Defender 2020“: NATO wird mehr Schwertransporte durch Deutschland schicken

Wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt, werden die Amerikaner und die NATO-Partner in den kommenden Monaten mehr militärische Schwertransporte durch Deutschland führen.

Von Redaktion

Die NATO-Militärübung „Defender 2020“ wird voraussichtlich die drittgrößte militärische Übung in Europa seit dem Kalten Krieg sein. Dies teilte Generalleutnant Chris Cavoli, Befehlshaber der US Army Europe, Defense News mit.

Die Übung im Divisionsmaßstab wird die Fähigkeit der Armee testen, eine Streitmacht vom „Fort in den Vereinigten Staaten zum Hafen in den Vereinigten Staaten“ und dann zu Häfen in Europa und von dort zu Einsatzgebieten auf dem gesamten Kontinent, einschließlich Deutschland und Polen, zu befördern , den baltischen Staaten, den nordischen Ländern und Georgien, sagte Cavoli. Die Übung wird mindestens 15 NATO-Länder und zwei Partnerländer einbeziehen, sagte Thomson. Insgesamt sollen rund 37.000 Soldaten an der Übung teilnehmen, die gegen Russland gerichtet ist.

Deshalb teilt das Bundesverteidigungsministerium nun mit, dass von Ende Januar bis Juni vermehrt militärische Schwertransporte durch Deutschland rollen werden. „Aufgrund der zentralen geographischen Lage kommt Deutschland als Gastgeber und insbesondere Transitland eine herausragende Bedeutung zu“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an den Verteidigungsausschuss des Bundestags.

Die Truppen sollen vor allem nach Polen und Litauen verlegt werden. Straßentransporte sind dem Schreiben zufolge „geplant auf west-östlicher Achse über Düsseldorf – Hannover – Magdeburg – Frankfurt/O. im Norden sowie über Düsseldorf – Mannheim – Nürnberg – Dresden – Görlitz im Süden“. Weiter heißt es: „Die Transportroute Nord – Süd ist von Bremerhaven – Hannover – Frankfurt – Mannheim geplant.“

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Als Rasträume für die Transporte seien die militärischen Liegenschaften in Rheindahlen, Augustdorf (beides Nordrhein-Westfalen), im niedersächsischen Garlstedt, in Burg (Sachsen-Anhalt), Lehnin (Brandenburg), dem hessischen Stadtallendorf und Oberlausitz sowie Frankenberg in Sachsen sowie US-Liegenschaften in Deutschland vorgesehen.

Für Truppenverlegungen seien auch die Flughäfen in Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main, München, Nürnberg und die US-Luftwaffenbasis in Ramstein vorgesehen. Auch Bremen werde als Flughafen für die Übung in Betracht gezogen. Genutzt werden sollen zudem die Häfen von Bremerhaven, Bremen, Duisburg und Krefeld, sowie weitere Häfen in den Niederlanden, in Belgien und Frankreich.

Mit dieser Übung verstärkt die NATO das Drohpotential gegenüber Russland. Ab 2020 wird die Defender-Übung zu einer jährlichen Serie, die sowohl im Pazifik als auch in Europa stattfindet. Jedes zweite Jahr wird jedoch in Bezug auf die Anzahl der teilnehmenden Truppen ein „leichtes“ Jahr sein, sagte der amtierende Kommandeur der US-Armee im Pazifik, Lt. General John „Pete“ Johnson gegenüber Defense News. Der Drill in Europa wird in diesem Jahr „schwer“ sein, und die Pacific-Version wird kleiner sein. Im Jahr 2021 wird der pazifische „Defender“ der größere der beiden sein und sich gegen China und Nordkorea richten.

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Ein Kommentar

  1. Die Transportwege müssen blockiert werden. Hier ist der Bürger/Souverän gefragt. Lässt er es zu und nimmt es so hin, hat er seine Zustimmung gegeben.

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