Während offiziell 6.000 Fälle als bestätigt gelten, stehen in China wegen des Coronavirus-Ausbruchs rund 60.000 Menschen „unter Beobachtung“.

Von Redaktion

Jüngste offizielle Daten aus China besagen, dass es derzeit knapp über 6.000 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus gebe. Davon gelten 263 als kritisch. Insgesamt sind bereits – ebenfall offiziellen Angaben zufolge – 131 Menschen an der Infektion gestorben. Allerdings stehen den chinesischen Behörden zufolge bereits 60.000 Menschen „unter Beobachtung“.

Diejenigen, die diesen Ausbruch genau mit dem SARS-Ausbruch 2003 verglichen haben, stellen möglicherweise fest, dass das Coronavirus einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Knapp eine Woche nach der weltweiten Reaktion auf den Ausbruch hat die Anzahl der bestätigten Fälle bereits die Anzahl der SARS-Fälle überschritten, die während der gesamten monatelangen Tortur gemeldet wurden.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infizierte SARS in neun Monaten 5.327 Menschen auf dem chinesischen Festland und tötete dabei 349 Menschen. Das heißt: das neue Virus breitet sich deutlich rasanter aus – und wenn man davon ausgeht, dass wohl noch mehrere der kritischen Fälle sterben werden, dürfte auch die Mortalitätsrate noch weiter steigen.

Zhong Nanshan, ein Experte für Atemwegserkrankungen, der am Dienstag mit dem SCMP sprach, hat den Höhepunkt des Ausbruchs noch nicht erreicht, obwohl er glaubt, dass die Zahl der Neuerkrankungen in den nächsten zehn Tagen ein Plateau erreichen wird.

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Offenbar sorgen die Quarantänemaßnahmen der chinesischen Behörden inzwischen für Unruhen. Dies zeigen via Twitter verbreitete Videos. Es soll bereits zu Auseinandersetzungen zwischen der Bevölkerung und der Polizei gekommen sein:

Und auch hier:

Das Konfliktpotential wächst:

Ein Video, das wahrscheinlich irgendwo in der Provinz Hubei aufgenommen wurde (wo die strengsten Reiseverbote verhängt werden), zeigt ein Auto, das eine Straßensperre rammt:

Indessen breitet sich das Virus nun auch im Ausland weiter aus. Thailand meldete bereits neue Fälle und der Fall in Bayern sorgte indessen für drei weitere bestätigte Fälle am Arbeitsplatz des Infizierten.

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