Auch wenn die offiziell gemeldeten Fälle in China angezweifelt werden können, verläuft die Entwicklung nun langsam dramatisch. Wie schlimm ist es wirklich?

Von Marco Maier

Gerät die Lage in China langsam außer Kontrolle? Eine Frage, die man sich durchaus stellen sollte, wenn man die jüngsten offiziellen Meldungen betrachtet. Mit dem aktuellen Stand während des Schreibens des Artikels gab es weltweit 4.295 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus aus Wuhan. 2.712 davon in der Provinz Hubei, in der die Stadt liegt. Das sind 1.291 mehr als noch zuvor gemeldet wurden und stellt ein Plus von 91 Prozent quasi über Nacht dar.

Inzwischen sind – ebenfalls laut offiziellen Angaben – 106 Menschen an der Infektion gestorben, davon 100 in Hubei (hier liegt das Plus bei knapp 32 Prozent). Zwar sind die meisten der Verstorbenen laut Behördenangaben ältere Menschen oder welche mit medizinischer Vorgeschichte, doch auch Ärzte und Krankenschwestern (die nicht in diese Kategorie fallen) sind davon betroffen.

Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle steigt rasant an.

Wenn man sich die obige Grafik des Anstiegs der Infektionszahlen betrachtet, kann einem schon mulmig werden. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Volksrepublik China nicht gerade für große Datentransparenz bekannt ist und versuchen könnte, ein umfangreicheres Ausmaß der Verbreitung zu vertuschen, um eine Panik zu vermeiden. Immerhin geht es hier auch um die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen einer solchen Pandemie in Zeiten, in denen die kommunistische Führung in Peking schon mit genügend Problemen (Handelskrieg, Schattenbankensektor, Bankensektor…) zu kämpfen hat.

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Was man auch nicht außer Acht lassen darf, ist der folgende Umstand: Epidemiologen zufolge können Träger des Virus diesen bereits verbreiten, bevor sie überhaupt Symptome einer Erkrankung zeigen. Das heißt auch, dass jene Länder die mittlerweile Erkrankungen verzeichnet haben damit rechnen müssen, dass diese Einzelfälle in den Tagen vor Krankheitsausbruch bereits weitere infiziert haben. Nachfolgend eine Tabelle von BNO über die internationalen Fälle:

International bestätigte Fälle.

Die nächsten paar Wochen werden zeigen, ob die Quarantäne- und Sicherheitsmaßnahmen ausreichen und das Virus eingedämmt werden kann, oder ob es tatsächlich zu einer globalen Pandemie kommt.

Coronavirus: Harvard-Epidemiologe warnt vor schlimmerem Ausbruch

Sollte dies geschehen, werden Gesichtsmasken die den Mund und die Nase abdecken jedoch nicht ausreichen. Auch ein Schutz der Augen (Tröpfcheninfektion) ist notwendig, um sich zumindest einigermaßen vor einer Ansteckung schützen zu können.

Auch „Mr. Dax“, Dirk Müller, warnt, dass die Situation offenbar kritischer ist als es dargestellt wird:

Bereiten Sie sich auf jeden Fall schon einmal darauf vor, dass die chinesischen Behörden irgendwann zugeben müssen, bei ihrer Vertuschungsaktion versagt zu haben…

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2 thoughts on “China: Coronavirus-Fälle verdoppelten sich über Nacht”

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