CFR-Präsident Haass: „Die Welt wird das Schlachtfeld sein“

Scharfe Kritik an Trumps Iran-Eskalation kommt nun auch von den transatlantischen Eliten, den herrschenden Oligarchen. CFR-Chef Haass warnt vor einem dritten Weltkrieg.

Von Marco Maier

Das „Council on Foreign Relations“ (CFR) ist das führende Oligarchen-Gremium der transatlantischen „Gemeinschaft“, welche die Herrschaft der westlichen Eliten sichern soll. Doch wenn gerade aus diesen Kreisen scharfe Kritik an der jüngsten Iran-Eskalation durch US-Präsident Donald Trump kommt, dann sollte man aufhorchen.

Richard N. Haass, der Präsident des CFO, twitterte gestern über den Mordanschlag auf Generalmajor Qassem Soleimani durch die US-Luftwaffe, der von US-Präsident Trump angeordnet wurde.

„Ein sicheres Ergebnis des US-Schlags ist, dass die Ära der Zusammenarbeit zwischen den USA und dem Irak vorbei ist. Die diplomatische und militärische Präsenz der USA wird enden, weil der Irak uns auffordert, abzureisen oder unsere Präsenz nur ein Ziel oder beides ist. Das Ergebnis wird ein größerer iranischer Einfluss, Terrorismus und innerirakische Kämpfe sein“, schrieb Haas.

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Und nicht nur das. Er warnte vor einem globalen Konflikt, der durch einen Iran-Krieg ausgelöst werden kann:

„Machen Sie keinen Fehler: Jeder Krieg mit dem Iran wird nicht so aussehen wie der Golfkrieg von 1990 oder der Irakkrieg von 2003. Es wird in der gesamten Region mit einer Vielzahl von Instrumenten gegen eine Vielzahl von zivilen, wirtschaftlichen und militärischen Zielen gekämpft. Die Region (und möglicherweise die Welt) wird das Schlachtfeld sein“, twitterte Haass weiter.

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Die westliche Finanzoligarchie, die von den anhaltenden Spannungen mit dem Iran lange Zeit profitierte, weil der Militärisch-industrielle Komplex der Vereinigten Staaten zig Milliarden Dollar einstreifte, will keinen gewaltigen Krieg. Das Risiko von Totalverlusten infolge der zu erwartenden globalen Wirtschafts- und Finanzkrise ist denen zu groß.

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3 Kommentare

  1. Der größte Feind des
    CFR ist Trump,
    der den imperialistischen Globalismus der transartlantischen Oligarchen untergräbt und damit ihre Cashcow gefährdet .

  2. Was nun auf einmal, verkehrte Welt?
    D sollte sich auf jeden Fall aus größenwahnsinnigen Ambitionen heraushalten, gleich, ob vom CFR oder von Trump angestoßen.
    Für D (damals größer) und mit einer besseren „Bundeswehr“ – so um 1940 rum – war bereits das europäische Schlachtfeld zu groß. Eine Lehre, welche ganz offensichtlich kriegsgeile Damen und Flankenschutz gewährende Herren schon wieder vergessen haben.
    Vorschlag zur Güte: Beide Gruppen zur Praxisbewährung in den Irak oder nach Libyen, aber selber, keine BuW schicken.

  3. Ich wäre auch sehr zurückhaltend, wenn sich das CFR als Friedensstifter aufführt.
    Es ist auch der militärisch-industrielle Komplex, der zu diesen finsteren Gestalten gehört.
    Und der hat noch an jedem Krieg bestens verdient.
    Trump weiter zu demontieren wäre eine realistische Motivation.

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