Seit 2014 hat es in den USA nicht mehr so viele Schießereien bzw. Amokläufe mit mehreren Toten gegeben wie in diesem Jahr.

Von Redaktion

Die Zahl der Massenerschießungen in den USA im Jahr 2019 hat 385 erreicht und laut einer Forschungsgruppe für Waffengewalt haben Schusswaffen in den Vereinigten Staaten fast 36.000 Tote und über 27.000 Verletzte gefordert.

Laut dem Gun Violence Archive (GVA), das alle Massenerschießungen im Land aufzeichnet, wurden 2019 bereits mehr Massenerschießungen durchgeführt als in jedem anderen Jahr seit 2014, als die Forschungsgruppe damit begann, den Überblick zu behalten.

Bis zum 1. Dezember, dem 335. Tag des Jahres, gab es nach Angaben der GVA in den USA 385 Massenerschießungen. Es hat den bisherigen Rekord von 382 Massenerschießungen im Jahr 2016 übertroffen. Die GVA meldete 346 Massenerschießungen im Jahr 2017 und 337 im Jahr 2018.

Die GVA definiert ein Massenerschießen als jeden Vorfall, bei dem mindestens vier Personen ohne den Schützen erschossen werden. Die Gruppe verfolgt auch Massenmorde im Sinne des FBI, bei denen mindestens vier Menschen getötet wurden. Die Zahl der 385 Massenerschießungen umfasst mehrere hochkarätige Angriffe, von denen sich zwei innerhalb von 24 Stunden ereigneten.

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Die GVA gab an, dass zum 1. Dezember insgesamt 35.943 Todesfälle durch Schusswaffen durchgeführt wurden, darunter Tötungen, Selbstmorde und Unfälle sowie 27.061 Verletzungen.

In den USA wurden immer häufiger Massenerschießungen durchgeführt.

Amnesty International warnte im vergangenen Jahr davor, dass die Situation der Waffengewalt in den USA zu einer ausgewachsenen „Menschenrechtskrise“ geworden sei und die Regierung von Präsident Donald Trump wenig unternommen habe, um das Problem zu lösen.

In einem vernichtenden Bericht warnte die in Großbritannien ansässige Gruppe, dass „alle Aspekte des amerikanischen Lebens auf irgendeine Weise durch den uneingeschränkten Zugang zu Waffen gefährdet wurden, ohne Versuche einer sinnvollen nationalen Regulierung.“

Das Thema Waffengewalt ist unter Trump, einem Republikaner, dessen Präsidentschaftskampagne teilweise von der National Rifle Association (NRA), einer einflussreichen Waffenlobby in den USA, finanziert wurde, umso polarisierender geworden.

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