USA: Milliarden für den Wahlkampf

Im kommenden Jahr werden die Politiker in den USA wieder mehrere Milliarden Dollar für ihre Wahlkampagnen ausgeben. Ohne ausreichend Geld bestehen kaum Wahlchancen.

Von Redaktion

Laut einem Bericht wurde in diesem Jahr in den USA fast 1 Milliarde US-Dollar für politische Werbung ausgegeben. Das Unternehmen Advertising Analytics teilte am Freitag mit, dass 998,4 Millionen US-Dollar für politische Werbung ausgegeben wurden, während 351 Millionen US-Dollar für die Präsidentschaftsvorwahlen 2020 ausgegeben wurden.

Advertising Analytics sagte voraus, dass im Wahlzyklus 2020 insgesamt 6 Milliarden US-Dollar für die Kampagnen der Kandidaten ausgegeben werden. Über ein Dutzend Demokraten und drei Republikaner nehmen an den Präsidentschaftswahlen 2020 teil.

Allein der demokratische Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg hat seit seiner Teilnahme am Präsidentschaftswettbewerb im vergangenen Monat rund 124 Millionen US-Dollar für Werbung ausgegeben. Für den Multimilliardär sind das jedoch nur „Peanuts“. Allerdings kann er durch sein Medienimperium auch auf kostenlose mediale Unterstützung zählen.

Der demokratische Geschäftsmannkandidat Tom Steyer gab laut Politico am zweithäufigsten aus und kaufte Anzeigen im Wert von 83 Millionen Dollar.

Loading...

In Washington D.C. wurden rund 485 Millionen Euro für politische Werbung ausgegeben.

Laut dem ehemaligen US-demokratischen Senator Mike Gravel wird die US-Politik von großem Geld und seiner Rolle dominiert. Statistiken zeigen auch deutlich, dass der Einsatz von mehr Geld auch mit einer höheren Chance korreliert, (wieder)gewählt zu werden.

Der amerikanische politische Schriftsteller Stephen Lendman hat gesagt, dass die Vereinigten Staaten von reichen Leuten kontrolliert werden, deren Interessen von der Regierung und anderen öffentlichen Institutionen auf Kosten der normalen Amerikaner bedient werden. Eine Kritik, die auch die Princeston Universität teilt, welche die USA in einer Studie als Plutokratie bezeichnete.

Lesen Sie auch:  EU-Wettbewerbspolitik - alle gegen China?

In der Entscheidung über den Fall von Citizens United aus dem Jahr 2010 erlaubte der Oberste Gerichtshof der USA uneingeschränkte unabhängige Ausgaben von Unternehmen für Wahlen.

Laut einer von der New York Times veröffentlichten Studie haben vermögende Privatpersonen und Unternehmen begonnen, Machtlose als direkte Nutznießer des politischen Systems und der Verfassung der USA zu ersetzen. „Money rules“ lautet das Motto, so dass im Gegensatz zum Verhältniswahlrecht mit Listen vor allem die Möglichkeit, große Summen zusammenzutragen, eine Rolle spielt.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.