US-Soldaten sehen Russland nicht als Feind an

Das Pentagon ist entsetzt: Laut einer Umfrage sieht fast die Hälfte der US-Soldaten Russland nicht als ihren Feind an. Die Realität besiegt die Propaganda.

Von Redaktion

Eine Schlagzeile der von der US-Bundesregierung finanzierten Mediengruppe Voice of America lässt aufhorchen: „Pentagon besorgt über Russland, das unter den US-Truppen Sympathie entwickelt“. Die Geschichte beginnt wie folgt:

Russlands Bemühungen, den Westen durch eine unerbittliche Kampagne der Informationskriegsführung zu schwächen, könnten sich auszahlen und eine Schlüsselbastion der US-Verteidigungslinie knacken: das Militär. Während die meisten Amerikaner Moskau immer noch als einen der wichtigsten Gegner der USA ansehen, deuten neue Umfragen darauf hin, dass sich die Sichtweise ändert, insbesondere unter den Haushalten von Militärangehörigen.

Erinnern Sie sich, als Russland Belgrad bis ins Mittelalter bombardierte, in den Irak einmarschierte und ihn besetzte, einen 18-jährigen Sumpf in Afghanistan auslöste, eine Anarchie in Libyen schuf, die Al-Qaida in Syrien finanzierte und bewaffnete und seine Stützpunkte bis an die Grenzen der USA ausbaute? Nun, das tun wir auch nicht.

Vielleicht haben amerikanische Soldaten einfach genug von den Verwüstungen des US-Militärs und der Geheimdienstmaschine auf der ganzen Welt und erkennen die unangenehme Tatsache, dass Russland am häufigsten auf der anderen Seite von Washingtons katastrophalen Regimewechselkriegen steht.

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Offensichtlich sorgt die Realität „da draußen“ dafür, dass die Militärhaushalte einen anderen Blick auf das Ganze haben als jene, die zu Hause tagtäglich der medialen Propaganda ausgesetzt sind.

Die zweite jährliche Reagan National Defence Survey, die Ende Oktober abgeschlossen wurde, ergab, dass fast die Hälfte der befragten Haushalte von Streitkräften, 46 Prozent, Russland als Verbündeten ansah.

Insgesamt ergab die Umfrage, dass 28 Prozent der Amerikaner Russland als Verbündeten identifizierten, nach 19 Prozent im Vorjahr.

… Während die Mehrheit, 71 Prozent aller Amerikaner und 53 Prozent der Militärhaushalte, Russland immer noch als Feind betrachtet, sind die Verteidigungsbeamten besorgt über den Anstieg der pro-russischen Stimmung.

Klar sind sie besorgt, denn wenn die eigenen Truppen den vom Establishment ausgewählten Feind nicht als solchen anerkennen, beeinträchtigt dies die Kampfmoral im Falle einer militärischen Konfrontation.

Die Umfrage selbst behauptete, die sich ändernden Zahlen seien „vorwiegend von Republikanern bestimmt, die auf positive Signale von [US-] Präsident [Donald] Trump in Bezug auf Russland geantwortet haben“.

„Russland bemüht sich, die Medien mit Desinformation zu überfluten, um Zweifel und Verwirrung zu stiften“, wurde Oberstleutnant Carla Gleason, Sprecherin des Verteidigungsministeriums, im VOA-Bericht zitiert. Ah ja, ein paar von Kreml gesponserte Facebook-Posts und Trumps ausdrücklicher Wunsch nach besseren Beziehungen zu Putin, und plötzlich ist anscheinend auch das Militär „pro-Putin“…

Doch was ist, wenn die Soldaten zunehmend erkennen, dass die Billionen Dollar teuren „ewigen Kriege“ der USA und deren Regime-Change-Operationen auf der ganzen Welt nur mehr Chaos verursachen und unnötig Leben kosten?

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