Um die US-Sanktionen zu umgehen kaufte die Türkei Erdöl mit Gold vom Iran. Washington passt das gar nicht, doch in Ankara interessiert das niemanden.

Von Redaktion

Das Geschäft mit dem Iran floriert in der Türkei. Anstatt US-Dollar zu verwenden nutzen die Türken eben Gold um das benötigte Erdöl vom Nachbarland zu kaufen. Ein Umstand, der schon vor einiger Zeit auffiel, als Goldreserven in größeren Mengen außer Landes geschafft wurden.

„Die Türkei wird es fortsetzen“, sagte der türkische Wirtschaftsminister. „Wenn diese in den Schmutz Zieher in Bezug auf den Goldhandel nach Unmoral suchen, sollten sie in den Spiegel schauen.“

Eine der involvierten Personen war Mehmet Hakan Atila, ein Direktor der türkischen Halkbank, der in den USA 32 Monate hinter Gittern verbrachte, weil er „Geldwäschesysteme“ etablierte, mit denen die US-Sanktionen gegen den Iran umgangen werden konnte. Kaum in der Türkei zurück, wurde er der Leiter der Istanbuler Börse.

Mit Hilfe von Unternehmen auf der ganzen Welt konnten Atila und Reza Zarrab, ein türkisch-iranischer Doppelstaatsbürger, Transaktionen im Wert von 20 Milliarden US-Dollar abgewickeln. Und das ohne größere Probleme wegen den Sanktionen zu haben – und offensichtlich mit dem Segen von Präsident Erdogan.

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Vor allem zeigt dieses Beispiel auch, dass Gold nach wie vor gutes Geld ist, welches man auch zur Zahlung benutzen kann, wenn es auf „normalem“ Wege nicht möglich ist. Sanktionen sind eben dazu da um umgangen zu werden.

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