China wird zu Russlands zweitgrößtem Gaskunden nach Deutschland. Dafür sorgt die neu eröffnete Gaspipeline.

Von Redaktion

Die Staatschefs Russlands und Chinas haben die Eröffnung eines wegweisenden Pipeline-Projekts überwacht, das russisches Erdgas von Serbien bis nach China liefern soll, während Peking und Moskau die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen stärken.

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping nahmen über eine Videoverbindung an einer Zeremonie zum Start der 3.000 Kilometer langen Pipeline Power of Siberia teil.

Die Pipeline wird russisches Erdgas nach Ostserbien und bis nach Nordostchina transportieren. Der Gasfluss über die Pipeline wird im Jahr 2025 auf 38 Milliarden Kubikmeter pro Jahr ansteigen.

Putin nannte die Pipeline „das größte Bauprojekt der Welt“. Und nicht nur das. „Dies ist ein wirklich historisches Ereignis, nicht nur für den globalen Energiemarkt, sondern vor allem für uns, für Russland und China“, sagte er aus dem russischen Schwarzmeer-Resort in Sotschi.

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„Dieser Schritt bringt die russisch-chinesische strategische Zusammenarbeit im Energiebereich auf ein qualitativ neues Niveau und bringt uns der gemeinsam mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gestellten Aufgabe, den bilateralen Handel bis 2024 auf 200 Milliarden US-Dollar zu steigern, näher“, fügte der russische Staatschef hinzu .

Der chinesische Staatschef wiederum sagte, die neu gestartete Pipeline sei „ein wegweisendes Projekt der bilateralen Energiezusammenarbeit“ und ein „Beispiel für eine tiefe Integration und eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit“.

Weder Xi noch Putin äußerten sich am Montag zu dem Gaspreis, den Peking laut Vertrag zahlen soll, aber das Projekt wird voraussichtlich drei Jahrzehnte dauern und 400 Milliarden US-Dollar für die russische Staatskassen generieren.

Experten gehen davon aus, dass das Projekt China möglicherweise zu Russlands zweitgrößtem Gaskunden nach Deutschland machen wird.

Die Pipeline wird in Betrieb genommen, nachdem in Moskau bereits zwei weitere große Energieprojekte nach Deutschland und in die Türkei geplant sind.

Die Nord Steam 2-Pipeline in der Ostsee soll russisches Gas nach Deutschland leiten, und die TurkStream-Pipeline soll das Gas über das Schwarze Meer in die Türkei bringen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor damit gedroht, Sanktionen gegen Nord Stream 2 zu verhängen. Er sagte, die Abhängigkeit von russischer Energie mache Deutschland zu einem „Gefangenen“ Moskaus.

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