Infolge der verstärkten Grenzraumkontrollen wird der Polizeiapparat überbeansprucht. Es mangelt an Personal, so die Gewerkschaft der Polizei.

Von Redaktion

Die Gewerkschaft der Polizei hat die Folgen der verstärkten Grenzraumkontrollen kritisiert, die angesichts von über 4000 eingesetzten Beamten zu fehlendem Personal an anderen Stellen führten. „Beleg für die Mangelverwaltung sind beispielsweise geschlossene Reviere im bahnpolizeilichen Bereich sowie die nach wie vor sehr hohen Überstundenzahlen“, sagte der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vorsitzende Jörg Radek der „Rheinischen Post“.

Die permanent auftretende Überlastungssituation schlage sich in hohem Krankenstand nieder. „Alle diese Erschwernisse werden jedoch vom Ministerium konsequent ignoriert“, kritisierte Radek. Gerade vor dem Hintergrund der vom Ministerium dargestellten positiven Leistungsbilanz mit 178 festgestellten Wiedereinreisen binnen 27 Tagen sei dies umso unverständlicher.

Der mangelnde Schutz der EU-Außengrenzen und offene Binnengrenzen führen dazu, dass die deutschen Polizisten die Arbeit übernehmen müssen, die schon zuvor hätte erledigt werden sollen. Nun müssen die Polizisten in Deutschland die Misere ausbaden, die von der Politik verursacht wurde. Immerhin mangelt es weiterhin am politischen Willen, den Schutz der Außengrenzen effektiv anzugehen.

Zudem wird der Personalmangel bei der Polizei ignoriert. Die Planstellen sind nicht nur unterdimensioniert, sondern werden zudem weitestgehend nicht einmal ansatzweise erfüllt. Angesichts dessen, dass in den nächsten Jahren viele Pensionierungen anstehen, wird sich die Lage diesbezüglich noch weiter verschärfen.

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Es liegt an der Politik, den Polizeiberuf attraktiver zu gestalten und so für genügend fähigen Nachwuchs zu sorgen. Doch es fehlt an Rückhalt für die Polizisten, die mit immer ruppiger werdenden Zuständen auf den deutschen Straßen konfrontiert werden.

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