Pflegefinanzierung: Spahn will an das Vermögen

Vorhandenes Vermögen soll im Pflegefall stärker berücksichtigt werden, so Gesundheitsminister Jens Spahn. „Vollversicherung entspricht nicht meinem positiven Familienbild.“

Von Redaktion

Im Ringen um die Reform der Pflegefinanzierung sucht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen breiten Konsens in Politik und Gesellschaft, unterstreicht aber auch die Verantwortung der Betroffenen. „Das Prinzip, dass jeder Anspruch auf Pflege hat, egal wie wenig Rente er bekommt, bleibt. Auszuloten ist aber, was mit vorhandenem Vermögen passiert, wie genau es im akuten Pflegefall eingesetzt wird“, sagte Spahn im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Im 25. Jahr der Pflegeversicherung gehe es darum, neu auszutarieren, wer was leistet. „Eine Vollversicherung entspricht nicht meinem positiven Familienbild. Angehörige haben auch im Pflegefall eine Verantwortung füreinander“, sagte der Minister. Die Kosten für Pflege sollten aber „besser abschätzbar“ werden.

Der Eigenanteil, den Bedürftige für die Heimpflege zuzahlen müssen, steigt seit Jahren. Betroffene müssten immer mehr aus eigener Tasche bezahlen, erklärte Spahn. „Damit wollen wir die Bürger nicht einfach alleine lassen. Schon dieses Thema ist es wert, die Große Koalition weiterzuführen“, hob das CDU-Präsidiumsmitglied hervor.

Nun stellt sich die Frage, ob hierbei nicht eine „Verschlimmbesserung“ für die Betroffenen herauskommt, wie beispielsweise bei den sogenannten „Rentenreformen“ der letzten Jahre.

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