Neue Partnerabkommen mit weiteren Ländern sollen die Einwanderung von Fachkräften nach Deutschland ankurbeln. Auch begleitende Maßnahmen sind geplant.

Von Michael Steiner

Während immer mehr größere deutsche Unternehmen den größeren Abbau von Stellen ankündigen und zunehmend hoch qualifizierte Deutschen ihrer Heimat den Rücken kehren, forciert die herrschende politische Klasse die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland. Heute findet deshalb ein Fachkräfte-Einwanderungsgipfel im Kanzleramt statt.

Im Vorfeld teilte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, der „Rheinischen Post“ mit, dass nun zusätzliche Partnerabkommen geschlossen werden sollen. „Die Bundesagentur wird weitere Partnerabkommen über die vereinfachte Arbeitsmigration nach Deutschland mit anderen Ländern abschließen, wie wir sie beispielsweise schon mit den Philippinen oder Mexiko haben“, sagte Scheele. Hier gehe es vor allem um Berufe im Gesundheitssektor.

„Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz muss nun mit Leben gefüllt werden. Es müssen Strukturen aufgebaut werden, damit die Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse reibungslos funktioniert“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BA. Der Gesetzgeber habe die BA zudem beauftragt, „eine Servicestelle einzurichten, die einwanderungswillige Ausländer dabei berät, wie chancenreich die Anerkennung ihres Berufsabschlusses ist“. Scheele: „Wir legen aber Wert darauf, den anderen Ländern nicht ihre Fachkräfte wegzunehmen, sondern arbeiten mit ihnen gezielt zusammen.“

Doch schon jetzt gibt es Probleme, weil beispielsweise die deutsche Botschaft in Manila nicht in der Lage zu sein scheint, entsprechende Visas zeitgerecht auszustellen, weil man überlastet sei. Dabei könnte dies mit einer Aufstockung des Personals durchaus erleichtert werden. Zudem dürfte es bei weiteren Partnerabkommen durchaus zu ähnlichen Problemen in anderen Ländern kommen.

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Der Fachkräftemangel werde in Zukunft deutlich spürbarer werden, sagte Scheele. „Die Demografie schlägt jetzt voll zu. Wir haben im Jahr 2020 praktisch keine Steigerung des Erwerbspersonenpotenzials mehr – trotz einer erwarteten Zuwanderung von rund 230.000 Menschen“, warnte er. „Wir müssen an vielen Hebeln gleichzeitig drehen, um das immer drängendere Problem des Fachkräftemangels in den Griff zu bekommen.“ Dazu gehöre auch, das Fachkräftepotenzial im Inland zu heben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in einer Videobotsschaft, es sei notwendig, „dass wir uns um ausreichend Fachkräfte bemühen, denn sonst müssen Unternehmen abwandern – und das wollen wir natürlich nicht.“ Doch dass viele Unternehmen abwandern oder auslagern, liegt auch daran, dass die wirtschaftspolitischen Zustände immer schlimmer werden. Überreglementieren, Bürokratie und das Chaos der Energiewende samt Klimawandel-Wahn machen die Bundesrepublik nicht gerade zum Top-Wirtschaftsstandort.

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2 thoughts on “Mehr Partnerabkommen zur Fachkräftezuwanderung geplant”

  1. Nicht Deutschland benötigt diese Zuwanderungsmassen, sondern, wenn es überhaupt stimmt, die „Wirtschaft“, genauer die kapitalistischen Unternehmen. Sie brauchen billige Arbeitskräfte, um weiter den gewohnten Gewinn für ihre Eigentümer einzufahren.

    Eine Zuwanderung, soweit sie nicht zeitlich befristet ist, darf nur in dem Maße stattfinden, in dem eine Integration in die Kultur des Volkes erfolgen kann. Und davon muss selbstverständlich auch die Verleihung der Staatsangehörigkeit abhängig sein.

    Wenn ein Volk durch zu wenig Nachwuchs schrumpft, geht entsprechend auch das Maß seiner notwendigen wirtschaftlichen Versorgung zurück. Das Schrumpfen der Wirtschaft, d.h. der Abbau von Arbeitsplätzen ist die natürliche Folge. Für die Versorgung des eigenen Volkes sind keine Arbeitskräfte von außen erforderlich.

    Wollen die Unternehmen das Niveau des Exportes halten oder steigern, brauchen sie bei zurückgehenden deutschen Arbeitskräften solche aus dem Ausland. Das ist aber das Interesse der Unternehmen zur Aufrechterhaltung bzw. Steigerung ihres Profits und nicht das Interesse des Volkes als Kulturgemeinschaft. Erhalten die Unternehmen durch integrierte Fachkräfte nicht genügend Arbeitskräfte, müssen sie halt zu den Arbeitskräften ins Ausland gehen und dort Niederlassungen gründen, was ja auch schon in erheblichem Maße geschehen ist.

    Siehe genauer:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/03/11/wirtschaftlicher-profit-und-volksidentitaet/

  2. Bankrotterklärung einer Staatspolitik.
    Partnerabkommen heißt de facto Kriegserklärung. Sie ist gleich einem trojanisches Pferd.
    Anderen Ländern jene Leute abwerben, die sie selber brauchen.

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