Hunderte US-Militärbasen toxisch verseucht

Ein toxischer Feuerlöschschaum führte zur Kontamination von hunderten US-Militärbasen und dem Grundwasser dort. Eine Dekontamination erscheint schwierig.

Von Redaktion

Hunderte von Militäreinrichtungen haben nach Angaben der Umweltarbeitsgruppe „Evironmental Working Group“ (EWG) eine Wasserverschmutzung durch das Abfließen von giftigem Feuerlöschschaum vorzuweisen, der als Reaktion auf Unfälle mit Fahrzeugen und Flugzeugen verwendet wird.

Unter Verwendung der Daten des Verteidigungsministeriums erstellte die Organisation eine interaktive Karte (hier) mit 305 Standorten in allen 50 Bundesstaaten. Jeder Kartenpunkt enthält Informationen und Links zu Perfluoroctansulfonat oder Perfluoroctansäure (PFAS).

„Von diesen Standorten wurden 138 bisher nicht auf der EWG-Karte der bekannten PFAS-Kontamination an Militärstützpunkten, zivilen Flughäfen und Industriestandorten identifiziert“, heißt es in einer Veröffentlichung am Dienstag.

„Darüber hinaus wurden 42 dieser Standorte nicht in eine Liste von 401 Standorten aufgenommen, die das Pentagon dem Kongress für aktive und frühere Anlagen zur Verfügung stellte, bei denen eine PFAS-Kontamination bekannt war oder vermutet wurde.“

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Die Karte wurde am Tag nach der Fertigstellung eines Verteidigungshaushaltsgesetzes für das Jahr 2020 durch den Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses und des Senats veröffentlicht.

Es ist allerdings nicht klar, ob diese Chemikalie auch auf den US-Militärbasen im Ausland eingesetzt wurde, wobei allerdings davon ausgegangen werden muss. Da stellt sich die Frage, wie die Lage in Deutschland aussieht, wo die Vereinigten Staaten ebenfalls mehrere militärische Einrichtungen unterhalten.

Voraussichtlich am Mittwoch findet eine Abstimmung im Repräsentantenhaus statt. Das Gesetz verbietet die Verwendung von mit PFAS beladenem Feuerlöschschaum nach dem 1. Oktober 2024 und verbietet sofort die Verwendung des Schaums außerhalb von Notfallsituationen.

Nun wird gefordert, umfassende Reinigungsmaßnahmen durchzuführen um die kontaminierten Anlagen zu dekontaminieren.

Auch müssen Militär-Feuerwehrleute ihren PFAS-Spiegel in ihrem Blut testen, da die Chemikalien nicht mit der Zeit abgebaut werden und sich bekanntermaßen im menschlichen Körper ansammeln.

In der Zwischenzeit hat die Luftwaffe ein System getestet, mit dem PFAS aus dem Grundwasser entfernt werden könnte, und das Verteidigungsministerium finanziert die Forschung an einem neuen Brandbekämpfungsschaum.

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