Großbritannien soll trotz Brexit wirtschaftlich an die EU gebunden bleiben

Trotz Brexit soll Brüssel versuchen, Großbritannien wirtschaftlich eng an die EU zu binden, so Arbeitgeberpräsident Kramer. Auch die deutschen Banken hoffen auf einen geregelten EU-Austritt der Briten.

Von Redaktion

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, Großbritannien als Handelspartner nach dem nun für Anfang 2020 geplanten Brexit weiter eng an sich zu binden. „Es kommt jetzt darauf an, dass der Austritt der Briten die EU und Deutschland nicht zusätzlich schwächt“, sagte Kramer der „Rheinischen Post“.

„Deshalb müssen wir alles daran setzen, das Vereinigte Königreich als wichtigen Handelspartner auch künftig eng an uns zu binden“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). „Dazu gehört etwa die Gewährleistung des ungehinderten Warenaustausches und der Arbeitskräftemobilität“, sagte Kramer. Das Vereinigte Königreich habe stets für marktwirtschaftliche Lösungen in der EU gestanden. „Diese Unterstützung werden wir Deutschen auf europäischem Parkett noch schmerzlich vermissen“, prophezeite er.

Auch die deutschen Banken hoffen auf ein Entgegenkommen Brüssels, um die Auswirkungen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs abzumildern. Immerhin haben die Banken nach wie vor mit Problemen zu kämpfen, die durch einen „harten Brexit“ eskalieren könnten.

„Die demokratisch getroffene Entscheidung der Briten ist zu respektieren, auch wenn dies der Wirtschaft in Großbritannien schadet und die Spaltung der Gesellschaft im Land erhalten bleibt. Immerhin wird die hohe Unsicherheit erheblich vermindert, die gerade in diesem Jahr die Unternehmen belastet hat, die im grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen mit Großbritannien aktiv sind“, erklärt Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

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Der Brexit dürfte sich nicht nur negativ auf das Wirtschaftswachstum in Großbritannien, sondern auch in Deutschland auswirken. Der BVR rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Falle eines geregelten Brexits um etwa 0,1 Prozent geringer ausfallen wird als in einem Szenario ohne Brexit. Für Großbritannien zeichnen sich bis 2030 Wachstumsverluste in einer Größenordnung zwischen 1 und 4 Prozent ab. Ein ungeregelter Brexit hätte weitaus schlimmere wirtschaftliche Konsequenzen.

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2 Kommentare

  1. Soros wohnt ja jetzt in Berlin – wie praktisch.

    „Unsere“ Politiker befolgen nur seine strikte KLIMA-ANWEISUNGEN

    Die Engländer waren so klug und haben sich aus der MIGRATEN- UND KLIMA-HYSTERISCHEN EU verabschiedet.

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