Die Trump-Administration plant die Entsendung zusätzlicher 14.000 US-Soldaten in den Nahen Osten um den Iran „abzuschrecken“.

Von Redaktion

In der jüngsten Umkehrung seines Wahlversprechens, amerikanische Truppen nach Hause zu bringen, erwägt die Trump-Regierung, den militärischen Fußabdruck der USA im Nahen Osten „erheblich zu vergrößern“, indem sie bis zu 14.000 zusätzliche Truppen zusammen mit militärischer Ausrüstung und einem Dutzend Schiffen in den Nahen Osten zu entsenden. Dies berichtet das „Wall Street Journal“.

Sollte dies bestätigt werden, würde sich die Zahl der US-Militärangehörigen, die seit Beginn des Truppenaufbaus im Mai in die Region entsandt wurden, verdoppeln. Die Entscheidung, ob Tausende weitere amerikanische Soldaten in Gefahr gebracht werden sollen, wird voraussichtlich noch in diesem Monat getroffen.

Wie wird Trump in weniger als einem Jahr den Wahlen gegenüberstehen und seine Entscheidung rechtfertigen, weiterhin mehr US-Truppen ins Ausland zu entsenden, anstatt sie nach Hause zurückzubringen? Ganz einfach: Er wird den Iran für alles verantwortlich machen. Wie das WSJ feststellt, ist Trump in Bezug auf den Iran – und zum Teil auf Geheiß Israels – davon überzeugt, dass er der Bedrohung, die Teheran laut seinen Adjutanten darstellt, entgegenwirken muss.

Anscheinend bedeutet dies, dass Tausende weitere Soldaten an Orten wie Saudi-Arabien stationiert werden, das bereits der größte US-Käufer von Waffen ist und sich dennoch nicht gegen diese ständigen „iranischen Angriffe“ verteidigen kann.

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Und hier kommt der Militärisch-industrielle-Komplex der USA ins Spiel, der nur bezahlt wird, wenn mehr Truppen eingesetzt werden, nicht, wenn sie zurückkehren:

Bei US-Militärs und anderen Regierungsbeamten wächst die Befürchtung, dass ein Angriff auf US-Interessen und Streitkräfte die USA mit wenigen Optionen in der Region belasten könnte. Durch die Entsendung zusätzlicher militärischer Ressourcen in die Region würde die US-Regierung Teheran eine glaubwürdigere Abschreckung bieten, welches für eine Reihe von Angriffen verantwortlich gemacht wird, darunter einen im September gegen Ölfazilitäten in Saudi-Arabien. Der Iran hat die Beteiligung abgestritten.

Ironischerweise, während der neue Einsatz eine Abschreckung gegen mögliche iranische Vergeltungsmaßnahmen für die Verschärfung der von Trump verhängten Sanktionen sein soll, die nicht weniger darauf abzielen, das iranische Regime ohne Ausweg zu lassen, sondern mit militärischer Eskalation zu antworten, hat anscheinend niemand daran gedacht, dass mehr amerikanische militärische Ressourcen in der Region Teheran nur weiter provozieren werden.

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