EU-Wirtschaft fordert Abschaffung der Russland-Sanktionen

Die Sanktionen gegen Russland hätten keinen Nutzen. Stattdessen müsse man auf Dialog und Zusammenarbeit setzen. In der europäischen Wirtschaft wächst die Kritik.

Von Marco Maier

Christoph Leitl, der frühere Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer und nunmehrige Präsident des europäischen Wirtschaftsverband Eurochambres, hat die Sanktionen gegen Russland schon früher immer wieder scharf kritisiert. Nun, vor dem Ukraine-Gipfel in Paris, fordert er erneut die Abschaffung ein.

„Es ist an der Zeit, dass wir uns auf die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland konzentrieren, anstatt gegeneinander zu arbeiten“, sagte der Präsident von Eurochambres, Christoph Leitl, der „Welt“.

Der Österreicher betonte zudem, die Wirtschaftssanktionen hätten „keinerlei Nutzen“ gehabt. „Es ist an der Zeit, die Sanktionen auf beiden Seiten schrittweise zu reduzieren.“ Russland sei „ein Partner, mit dem die Europäer auf wirtschaftlicher, politischer, kultureller und sportlicher Ebene im Dialog stehen sollten.“

Immerhin ist auch klar, dass die Sanktionen der europäischen Wirtschaft schaden, während sich die Amerikaner (als Hauptinitiatoren) die Rosinen herauspicken und einen Fuß in der Türe lassen. Denn die US-Regierung gewährt ihren Unternehmen – im nationalen Interesse – Ausnahmen, was den Europäern nicht zugestanden wird.

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Es bleibt abzuwarten, ob die europäische Politik irgendwann auf die Kritik reagiert und im eigenen Interesse handelt, oder ob sie weiterhin ein willfähriger Gehilfe der US-Erpressungspolitik bleibt. Angesichts der grassierenden Idiotie im politischen Establishment Europas darf jedoch davon ausgegangen werden, dass sich nicht viel ändern wird.

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