EU: Weniger Pestizide und Dünger auf den Äckern

In der EU soll weniger Chemie auf die Äcker und Felder ausgebracht werden, so die neue EU-Agrarstrategie.

Von Michael Steiner

Die EU-Kommission sieht den Einsatz von Chemie in der europäischen Landwirtschaft offenbar kritisch. Im Zuge einer neuen EU-Agrarstrategie als Teil des „Europäischen Green Deal“ mit einem stärkeren Fokus auf die Umwelt- und Klimaschutzziele soll es deshalb eine drastische Reduktion geben.

Geplant sind laut eines Berichts der Funke-Medien ehrgeizige Zielmarken, berichten die Funke-Zeitungen unter Berufung auf entsprechende Dokumente: So soll laut Entwurf das Ziel festgelegt werden, den Einsatz von chemischen Pestiziden (also Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln) bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren.

Auch für den Einsatz von Düngemitteln sollen neue, noch nicht bezifferte Reduktionsziele festgelegt werden. Die ökologische Landwirtschaft soll weiter ausgebaut werden. Die Kommission will zudem die Anwendung neuer Gentechniken bei Pflanzen fördern, um die Nahrungsmittelproduktion an den Klimawandel anzupassen. Auch mit der geplanten Reform der EU-Agrarförderpolitik sollen hohe Umwelt- und Klimaschutzziele gesichert werden.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Vorschläge der EU-Kommission auch tatsächlich umgesetzt werden. In Dokumenten der zuständigen Generaldirektion Landwirtschaft der Kommission heißt es, das gesamte Nahrungsmittel-System der EU solle langfristig auf vollständige Nachhaltigkeit umgestellt werden. Der Agrarsektor müsse bis 2050 das Ziel der Klimaneutralität erreichen.

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