In Deutschland werden vermehrt Kinder abgetrieben, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Von Redaktion

Im dritten Quartal 2019 sind in Deutschland 3,9 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt worden als im Vorjahresquartal. Insgesamt wurden von Juli bis September rund 25.200 Abtreibungen gemeldet, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit.

Knapp drei Viertel (71 Prozent) der Frauen, die im dritten Quartal 2019 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 18 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Gut acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter, drei Prozent waren jünger als 18 Jahre.

Rund 40 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht, so die Statistiker. 96 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Eine medizinische Indikation war in den übrigen vier Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (58 Prozent) wurden mit der Absaugmethode durchgeführt, bei 25 Prozent wurde eine sogenannte Abtreibungspille verwendet. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, und zwar 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 19 Prozent ambulant im Krankenhaus.

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