China: „Wer gab den Amerikanern das Recht in Syrien zu sein?“

„Lasst uns anders herum denken: Werden die USA Syrien erlauben, Truppen auf US-Territorium zu schicken, um dort Ölfelder zu schützen?“

Von Redaktion

Chinas Sonderbeauftragter für Syrien hält den Vorwand der Vereinigten Staaten für unhaltbar, ihre militärische Präsenz im arabischen Land auszubauen, nämlich die syrischen Ölfelder zu schützen.

„Wer hat den Amerikanern das Recht dazu gegeben? Und auf wessen Einladung hin schützen die USA die syrischen Ölfelder?“, fagte Xie Xiaoyan am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau. „Lasst uns anders herum denken: Werden die USA Syrien erlauben, Truppen auf US-Territorium zu schicken, um dort Ölfelder zu schützen?“, sagte er.

Ende Oktober hob Washington eine frühere Entscheidung zum Abzug aller seiner Truppen aus dem Nordosten Syriens auf und kündigte den Einsatz von etwa 500 Soldaten auf den von kurdischen Streitkräften kontrollierten Ölfeldern im arabischen Land an.

Die USA gaben an, dass der Schritt darauf abzielte, die Felder und Einrichtungen vor möglichen Angriffen der Terroristengruppe „Islamischer Staat“ zu schützen. Diese Behauptung erging sogar, als US-Präsident Donald Trump zuvor angedeutet hatte, dass Washington wirtschaftliche Interessen bei der Kontrolle der Ölfelder anstrebe.

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Pentagon-Chef Mark Esper drohte daraufhin, dass die auf den Ölfeldern stationierten US-Streitkräfte „militärische Gewalt“ gegen jede Partei einsetzen würden, die versuchen könnte, die Kontrolle über die Standorte in Frage zu stellen, selbst wenn es sich um syrische Regierungstruppen oder ihre russischen Verbündeten handle.

Syrien, das keine amerikanische Militärpräsenz auf seinem Territorium autorisiert hat, sagte, die USA „plündern“ das Öl des Landes.

Xie, der chinesische Gesandte für Syrien, sagte, er sei in diesem Jahr zum zweiten Mal in Moskau, um die Konsultationen mit der russischen Seite zur Syrienfrage fortzusetzen. Er sagte, eine politische Einigung sei der einzige Weg, um die Syrienkrise zu lösen, und forderte alle beteiligten Parteien auf, ihre Bemühungen zu diesem Zweck zu vereinen.

„Wir hoffen, dass alle Parteien und Akteure, die an der Syrienkrise beteiligt sind, sich zusammenschließen und versuchen, den Schwung der politischen Einigung aufrechtzuerhalten“, sagte er. „Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens muss respektiert und gewahrt werden. Die Zukunft Syriens muss in den Händen des syrischen Volkes bleiben. Lassen Sie sie selbstständig über ihre Zukunft entscheiden“, sagte er.

Der chinesische Gesandte sagte jedoch, dass es in Nordsyrien nach wie vor Unsicherheiten gebe und die Bedrohung durch den Terrorismus bestehen bleibe. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, „sofortige Aufmerksamkeit“ darauf zu richten, da vertriebene Syrer allmählich in ihre Heimat zurückkehren und die Frage des Wiederaufbaus Syriens stehe wieder auf der Agenda. Er sagte, China und Russland könnten gemeinsam eine Rolle spielen, um schnell eine dauerhafte Lösung für die Syrienkrise zu finden.

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