Bei den Erstanträgen auf Asyl hat Frankreich infolge eines Ansturms bereits Deutschland überholt. Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg an Asylzuwanderern.

Von Michael Steiner

Wie die EU-Asylagentur EASO mitteilt, hat Frankreich inzwischen Deutschland bei den Erstanträgen auf Asyl überholt. Während mit Stichtag 24. November in der Bundesrepublik 122.389 Asylanträge gestellt wurden, waren es in Frankreich bereits 124.383, so die „Welt“ in einem Bericht.

Falls sich dieser Trend verstetigt, wird die Bundesrepublik in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2011 nicht mehr europäisches Hauptziel von Asylbewerbern sein. Damals lag ebenfalls Frankreich (52.000) vor Deutschland (46.000). Diese Zahlen verdeutlichen allerdings auch, dass die Asylzuwanderung in den letzten Jahren stark zunahm und trotz „Ende“ der Migrationskrise weiterhin hoch ist.

Während in Frankreich seither die Asylzuwanderung langsam aber stetig anstieg und 2018 erstmals die Hunderttausendermarke übertraf, wurden in Deutschland seit 2013 in jedem Jahr mehr als 100.000 Erstanträge gestellt.

Während in Deutschland vor allem Syrer, Iraker, Türken, Nigerianer und Iraner um Asyl ansuchen, die zusammen rund die Hälfte aller Antragssteller ausmachen, sieht es in Frankreich ethnisch diverser aus. Dort führen Afghanen, Albaner, Georgier, Guineaner und Bangladeshis die Liste an, machen jedoch zusammen nicht einmal ein Drittel aller Antragssteller aus.

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