Am Dienstag zuvor hatte die stellvertretende schwedische Staatsanwaltschaft Eva-Marie Persson angekündigt, die Ermittlungen wegen Vergewaltigung in Assange einzustellen.

Von Redaktion

Die Entscheidung Schwedens, eine Vergewaltigungsuntersuchung gegen den Gründer von WikiLeaks, Julian Assange, einzustellen, wird es seinem Team ermöglichen, sich auf die Bemühungen zu konzentrieren, seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten zu verhindern, sagte WikiLeaks-Chefredakteurin Kristinn Hrafnsson am Dienstag auf Twitter.

„Konzentrieren wir uns jetzt auf die Bedrohung, vor der Herr Assange seit Jahren warnt: die kriegerische Verfolgung der Vereinigten Staaten und die Bedrohung des Ersten Verfassungszusatzes“, heißt es in dem Tweet.

Am Dienstag zuvor hatte die stellvertretende schwedische Staatsanwaltschaft Eva-Marie Persson angekündigt, die Ermittlungen wegen Vergewaltigung in Assange einzustellen. Sie sagte, dass die Beweise nicht stark genug für eine Anklage waren.

Assange-Affäre

Julian Assange gründete das WikiLeaks-Portal im Jahr 2006, um Verschlusssachen über die Aktivitäten einer Reihe von Regierungen, einschließlich der USA, zu veröffentlichen. Nachdem er 2012 in Schweden wegen Belästigung bzw. Vergewaltigung angeklagt worden war, suchte Assange Zuflucht bei der ecuadorianischen Botschaft in London, um der Auslieferung zu entgehen.

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Im April 2019 zog Ecuadors Präsident Lenin Moreno sein Asyl zurück, und Assange wurde von der britischen Metropolitan Police festgenommen, weil er 2012 nicht in London vor Gericht erschien, sowie wegen eines Auslieferungsersuchens aus Washington aus dem Jahr 2018.

Am 1. Mai wurde Assange zu 50 Wochen Haft verurteilt, weil er gegen seine britischen Haftbedingungen verstoßen hatte. Wenn Assange an die USA ausgeliefert und unter allen Anklagen für schuldig befunden wird, droht ihm eine Haftstrafe von 175 Jahren.

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2 thoughts on “WikiLeaks konzentriert sich darauf, Assanges Auslieferung an die USA zu verhindern”

  1. Da tönen die MSM in allen westlichen Ländern laut für Menschenrechte, einen freien Journalismus und natürlich der erforderlichen, investigativen Aufdeckung von Missständen.

    Jetzt hat das jemand getan und auch noch sehr erfolgreich, nun ist es auch wieder nicht recht und das, weil er es in der eigenen Hemisphäre tat. In China, Nordkorea oder gar dem Iran wäre es O.K. gewesen. Aber so?

    Darauf kennt das System nur eine Antwort, psychische und physische Vernichtung. Das geht nun schon seit Jahrtausenden so und es ist immer noch kein Ende absehbar.

    Um so mehr Anerkennung für Julian Assange und alle anderen, die sich nicht beugen lassen.

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