Unheilige Allianz fordert mehr Afrikaner für Europa

Eine unheilige Allianz aus Grünen, Sea Watch und Evangelischer Kirche fordert mehr legale Einreisewege für Afrikaner nach Europa.

Von Michael Steiner

Geht es nach den Grünen, der Sea Watch und der Evangelischen Kirche, soll die Europäische Union für deutlich mehr legale Einreisewege für Afrikaner nach Europa sorgen. Grund für die Forderung ist eine jüngste Einschätzung des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), wonach mehr Menschen bei ihrer Tour durch Nordafrika sterben als auf dem Mittelmeer, wenn sie versuchen illegal nach Europa zu gelangen.

„Europäische Abschottungspolitik tötet auf dem Wasser wie auf dem Land“, teilte der Seenotrettungsverein Sea Watch der „Welt“ mit. Es sei richtig, den Blick auch auf die Toten in der Wüste und in libyschen Lagern zu richten, „wo die Dunkelziffer ungeheuerlich“ sei. „Wer das Sterben in der Wüste und im Mittelmeer beenden will und Menschenrechte über Abschottung stellt, muss für sichere und legale Einreisewege sorgen, sodass sich Menschen auf der Suche nach einem Leben in Sicherheit diesem Risiko erst gar nicht aussetzen müssen“, so der Seenotrettungsverein (sollte das nicht „Schlepperverein“ heißen?) weiter.

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Ein EKD-Sprecher teilte auf Anfrage mit, seine Kirche teile die Einschätzung des UNHCR, dass auch auf den Landrouten eine große humanitäre Katastrophe stattfinde. Unterschiedliche Organisationen und Zeugen vor Ort berichteten, dass unzählige Menschen auf ihrem Weg verdursten oder verunglücken. Auf die Frage, ob sich die EKD vorstellen könne, nicht nur ein Schiff ins Mittelmer, sondern auch Rettungsfahrzeuge in die Sahara zu entsenden, antwortete der Sprecher, die EKD verstehe „ihr Engagement in der Seenotrettung ausdrücklich exemplarisch“ und verbinde „damit das Ziel, auch auf die Gefahren auf anderen Routen hinzuweisen“. Seit Jahren fordere die evangelische Kirche, „für Schutzsuchende legale und sichere Zugangswege zu eröffnen“, so der EKD-Sprecher weiter.

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„Ohne von dem unerträglichen Sterben auf dem Mittelmeer abzulenken, ist es richtig und wichtig, dass wir endlich auch eine Diskussion über die extremen Gefahren führen, die für Geflüchtete auf dem Landweg durch die Subsahara bestehen“, sagte die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Filiz Polat, der „Welt“. Nötig seien „sichere Fluchtwege“ in Form von „humanitären Aufnahme- und Resettlementprogrammen“, so die Grünen-Politikerin weiter.

Resettlement klingt doch viel besser als das deutsche Wort „Umsiedlung“, nicht? Nicht wenige Linke sehen in der derzeitigen Migrationsbewegung von Afrika nach Europa auch eine Revanche für den Kolonialismus und die Ansiedlung von Europäern im „Schwarzen Kontinent“ durch die Kolonialmächte.

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Ein Kommentar

  1. Viel wirksamer könnte diese Allianz doch unmittelbar vor Ort in Afrika helfen. Dito Indien, Pakistan usw..
    Auf eigene Kosten (?außer FR, UK, USA), höchstselbst durch diese Aktrivisten, mit vollem Engagement….

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