Eine Befragung von Kinderärzten zeigt die Folgen übermäßigen Smartphone-Konsums. Übergewicht und soziale Auffälligkeiten nehmen deutlich zu.

Von Redaktion

Kinderärzte schlagen Alarm: Kinder aller Altersgruppen zeigen zunehmend Krankheitssymptome, die auf übermäßigen Medienkonsum zurückzuführen sind. So führen rund neun von zehn Kinderärzten Übergewicht und soziale Auffälligkeiten auf die Nutzung von Computern, Smartphones und Spielekonsolen zurück. Zugleich sehen sie diese Probleme in den letzten fünf Jahren auf dem Vormarsch. Dies sind Ergebnisse der Studie „Smart aufwachsen?“ der pronova BKK, für die 100 niedergelassene Kinderärzte befragt wurden.

79 Prozent der befragten Ärzte berichten, dass sie in den vergangenen fünf Jahren verstärkt soziale Auffälligkeiten bei ihren jungen Patienten feststellen. 75 Prozent erleben eine Zunahme von Übergewicht bei Kindern. 56 Prozent diagnostizieren vermehrt motorische Defizite, 59 Prozent Lernentwicklungsstörungen. Auch bei diesen Diagnosen sprechen acht von zehn Kinderärzten von einem Zusammenhang mit erhöhter Mediennutzung.

Auch der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Thomas Fischbach warnt davor, dass schon kleine Kinder Smartphones und Tablets nutzen. Das habe katastrophale Folgen für die kindliche Entwicklung, sagte Fischbach jüngst der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Seine Forderung: „Kein Handy vor elf Jahren!“

Dass Kinder immer mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, sehen der Studie zufolge fast alle befragten Kinderärzte „sehr kritisch“. 90 Prozent der Pädiater warnen vor den Folgen: Die Tragweite der psychischen Schäden durch die vermehrte Mediennutzung sei noch gar nicht abzusehen. 82 Prozent stellen schon heute eine soziale Isolation ihrer Patienten fest, die sie auf die Mediennutzung zurückführen.

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One thought on “Studie: Smartphones machen Kinder krank und dick”

  1. Von Politikern und Krankenkassen werden keine Zahlen veröffentlicht, die die Kosten aufschlüsseln, welche heute Kinder und Jugendliche verursachen. Es ist einfacher alles auf die Alten zu schieben. Aber hier ist es ebenso, da von der Ärzteschaft die Hälfte der Behandlungen vollkommener Irrsinn sind!

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