So besetzen US-Truppen syrische Ölfelder

Der kurdisch-irakische TV-Sender „Kurdistan24“ zeigte die ersten Bilder, wie US-Truppen syrische Ölfelder besetzen. Wie war das nochmal mit „Uns geht es nicht ums Öl“?

Von Redaktion

Die Realität der amerikanischen Außenpolitik in einem atemberaubenden Bild: Das regionale irakische Fernsehen Kurdistan24 übertrug die ersten Bilder der US-Armee, die ein syrisches Ölfeld im Nordosten des Landes beschlagnahmt und „schützt“.

Insbesondere zeigen die Bilder einen bewaffneten US-Konvoi auf dem Rumelan-Ölfeld und zeigen erstmals Trumps befohlene „Secure the Oil“-Richtlinie in Aktion. Der „Salon“ kommentiert treffend und witzelt als Reaktion: „Es geht um das Öl, dumm: Trump will die Ewigen Kriege beenden, mit Ausnahme des Krieges um Öl und Geld.“

Der Nahost-Kriegskorrespondent Jenan Moussa, der den Irakkrieg und andere US-Besetzungen in der Region behandelt hat, äußerte die wachsende Empörung über den US-Ressourcendiebstahl in Syrien:

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Seit der Entdeckung des Öls im Mittleren Osten sagten viele in der Region: Die USA sind nur hier, um unser Öl zu stehlen.

Die USA bestritten dies und behaupteten, es gehe um Demokratie, Menschenrechte, Frauen usw.

Ich bin nicht sicher, ob die Amerikaner es merken, aber diese Bilder von US-Truppen im Nordosten Syriens schaden dem US-Image enorm.

Die Amerikaner bezeichnen es als „Sicherung kritischer Infrastruktur“. Jene die etwas mehr Sinn für Realität haben als „Diebstahl des syrischen Öls“.

Vor allem jedoch muss man berücksichtigen, dass die Vereinigten Staaten nach völkerrechtlichen Grundsätzen überhaupt kein Recht darauf haben, in Syrien militärisch aktiv zu sein. Aber das hat weder Washington noch deren „Alliierten“ jemals gestört. Immerhin weiß faktisch ein jeder, dass die „Verteidiger des Völkerrechts“ (so bezeichnen sie sich gerne) dieses regelmäßig mit Füßen treten.

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