S-400. Bild: © Sputnik / Sergei Malgavko

Serbiens Präsident will vorerst keine S-400-Luftabwehrsysteme kaufen. Investitionen in die Infrastruktur seien wichtiger.

Von Redaktion

Serbien plant nicht, Russlands S-400-Raketenabwehrsysteme zu kaufen, sagte der serbische Präsident Aleksandar Vucic am Mittwoch gegenüber dem Sender RTS.

„Nach dem, was ich gesehen habe, ist dies ein beeindruckendes System. Wir planen jedoch nicht, es zu kaufen, da wir kein Geld haben, um es zu bezahlen, da wir Autobahnen bauen und in zahlreiche andere Projekte investieren“, sagte Vucic.

„Weißt du, wenn du eine solche Waffe hast, wird dich niemand angreifen. An Orten mit S-400-Systemen fliegen US-amerikanische oder andere Piloten nicht – nicht über die Türkei, und israelische Piloten fliegen nicht über Syrien – mit Ausnahme der Golanhöhen. Wir haben eine stärkere Luftwaffe als je zuvor und werden unsere Verteidigungssysteme mit Pantsir [Raketensystemen] und anderen Dingen stärken, die nicht auf der [US] -Sanktionsliste stehen“, fügte er hinzu.

„Serbien ist ein kleines Land, das von der NATO umgeben ist. Man kann an der Reaktion auf S-400 ablesen, was sie wollen“, sagte er und fügte hinzu, dass er „niemals wieder eine solche Verantwortungslosigkeit zulassen wird wie in den 1990er Jahren.“

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Vucic besuchte früher die russisch-serbischen Militärübungen „Slavic Shield 2019“ und inspizierte die Raketenabwehrsysteme des Typs S-400. Er äußerte die Hoffnung, dass Serbien sich den Kauf dieser Systeme einmal leisten könne.

„Serbiens Militär- und Staatsführung war beeindruckt von der Effizienz des S-400-Systems [während der jüngsten Übungen „Slavic Shield-2019″ unter Beteiligung des russischen Militärs]. In den kommenden Monaten könnten Gespräche mit Moskau über den Erwerb über ein langfristiges Darlehen für den Kauf dieses Raketenabwehrsystems geführt werden“, schrieb die Zeitung Vecherne Novosti vor wenigen Tagen.

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2 KOMMENTARE

  1. Ein kluger Präsident, denn im Falle eines Falles nützen ihm diese teuren Dinger überhaupt nichts.

    Wenn man nicht stark und groß ist, sollte man klug handeln und sich z.B. so wie die Schwebfliegen (Syrphidae) verhalten. – Die sehen aus wie Wespen, brauchen sich aber nicht mit dem Gewicht des Stachels unnütz beim fliegen abmühen, und werden wegen ihres gestreiften Hinterleibes nicht von hungrigen Vögeln angegriffen.

  2. Ein kluger Präsident, denn was will man mit so einem teuren Plunder, der noch nie bewiesen hat, dass man damit auch wirklich was vom Himmel holen kann.
    Außerdem haben die Serben noch lebhaft in Erinnerung, wie die Russen sie im Balkankrieg allein gelassen haben. – So etwas vergisst man nicht so schnell.

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