Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte, dass die Ukraine einen kontinuierlichen Gastransit durch ihr Territorium benötige.

Von Redaktion

Russland habe nicht die Absicht, den Erdgastransit durch die Ukraine zu stoppen, obwohl es alternative Routen gebe. Kiew sei jedoch nicht gewillt, eine Einigung zu erzielen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Fernsehinterview mit dem „Moskau. Kreml. Putin“-Programm beim TV-Sender Rossiya-Kanal 1 am Sonntag. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

„Jetzt wird Russland jede Gelegenheit haben, die Versorgung der westlichen Verbraucher auf anderen alternativen Wegen sicherzustellen. Wird Russland dies nutzen? Auf keinen Fall“, sagte er. „Präsident Putin hat bekräftigt, dass wir den Transit über die Ukraine nicht ablehnen, dies aber nur tun können, wenn unsere ukrainischen Kollegen dies wünschen.“

Peskov betonte, dass die Ukraine einen kontinuierlichen Gastransit durch ihr Territorium benötige.

„Diese Woche fanden Gespräche zwischen Vertretern von Gazprom, ukrainischen Amtskollegen und Vertretern der Europäischen Kommission über den Transit über die Ukraine statt. Die Frage lautet: ‚Sollten wir durch die Ukraine leiten?‘ Nun, wir brauchen definitiv, und es ist offensichtlich, dass wir brauchen, betonte er.“ Wenn es keinen Transit gibt, wird das Gastransportsystem der Ukraine einfach zusammenbrechen. “

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„Und was wichtiger ist, wie können wir Gespräche führen und bestimmte Vereinbarungen treffen, wenn Chaos im [Stockholmer] Schiedsgericht stattfindet? Putin hat klar gesagt, dass wir erst absurde Forderungen fallen lassen und dann anfangen zu verhandeln“, fügte Peskow hinzu.

Der derzeitige 10-Jahres-Vertrag für den Transit von russischem Gas durch die Ukraine läuft Ende 2019 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt plant Russland den Start von zwei Gaspipelines unter Umgehung der Ukraine – Nord Stream 2 und TurkStream. Kiew befürchtet, dass der russische Erdgastransit durch das Territorium des Landes nach dem Start der Gaspipelines mit voller Kapazität vollständig eingestellt wird, was dem ukrainischen Haushalt jährlich Schaden in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar zufügen könnte.

Die neuen Kapazitäten reichen jedoch noch nicht aus, um die Kapazitäten der durch die Ukraine verlaufenden Gaspipelines zu ersetzen. Insofern sind die Bedenken Kiews diesbezüglich unbegründet.

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