Lebensarbeitszeit: Europäer arbeiten immer länger

Die Europäer sehen sich mit immer weiter steigenden Lebensarbeitszeiten konfrontiert. Arbeiten bis zum umfallen oder substantielle Reformen – das ist die Frage.

Von Marco Maier

Noch vor gar nicht einmal so langer Zeit, nämlich während der „Industriellen Revolution“, war es durchaus üblich, dass die Arbeiter sechs Tage die Woche zwölf Stunden täglich schuften mussten. Ohne bezahlten Urlaub oder Krankenstand und oftmals unter schlimmsten Bedingungen. Das Ergebnis: die Lebenserwartung war gering, so dass sich die Frage nach dem Altersruhestand für die meisten Menschen gar nicht erst stellte.

Dies bereitete den Sozialisten und den Gewerkschaften den Nährboden, die im 19. und 20. Jahrhundert in Europa einige Erleichterungen und Verbesserungen für die Arbeitnehmer erreichten. Das Ergebnis: Vielerorts sind maximal 40 Stunden Arbeit pro Woche normal, es gibt jährlich einige Wochen bezahlten Urlaub, im Krankheitsfall eine Absicherung und sogar (auch angesichts der gestiegenen Lebenserwartung nötig geworden) ein Ruhestandsgeld im Alter.

Doch die demographischen Entwicklungen und die Unfähigkeit der Politik, angemessen darauf zu reagieren, sorgen inzwischen für deutliche Veränderungen in der Lebensarbeitszeit. Die nachfolgende Grafik von Eurostat verdeutlicht, dass in den letzten Jahren die zu erwartende Lebensarbeitszeit eines/einer zum jeweiligen Zeitpunkt 15-Jährigen infolge diverser Renten-/Pensionsreformen deutlich gestiegen ist.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

Spread the love
Lesen Sie auch:  Esper: Das Ziel der NATO sei es, "Frieden in Europa zu vermeiden"

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.