Christina Lagarde will die katastrophale Weichwährungspolitik ihres Vorgängers Mario Draghi fortführen. Das wird im Desaster enden.

Von Redaktion

Mario Draghi hat die Europäische Zentralbank an Halloween verlassen. Seine Nachfolgerin als EZB-Chefin, die frühere IWF-Direktorin Christina Lagarde, soll wieder Ruhe in den Laden bringen. Denn die Kernnationen der Eurozone begehrten gegen die ultralockere Geldpolitik des Italieners auf, welche hingegen von den Südländern begrüßt wurde.

Doch die Hoffnungen laufen ins Leere. Lagarde beginnt nämlich genau da, wo Draghi aufhörte. Die Französin forderte nämlich Deutschland und die Niederlande dazu auf, ihre Haushaltsüberschüsse für Investitionen zu verwenden, um die Wirtschaft zu stimulieren. Die verurteilte Kriminelle macht sich damit keine Freundin im fiskalkonservativen Deutschland.

Geldpolitik Eurozone, Revolte. Bild: Bloomberg

Lagarde appellierte an das deutsche Solidaritätsgefühl und in der Hoffnung, dass die Erinnerung an die Hyperinflation in Deutschland verblasst ist. Sie sagte, dass es im einheitlichen Währungsraum „nicht genug Solidarität“ gibt. „Wir teilen eine Währung, aber wir teilen derzeit nicht viel Haushaltspolitik. “

„Diejenigen, die den Handlungsspielraum haben, die einen Haushaltsüberschuss haben, das heißt Deutschland, die Niederlande – warum nicht diesen Haushaltsüberschuss nutzen und in Infrastruktur investieren? Warum nicht in Bildung investieren? Warum nicht in Innovation investieren, um dies zu ermöglichen, um ein besseres Gleichgewicht zu erreichen?“, fragte Lagarde. Sie beschuldigte Deutschland und die Niederlande, unterhalb ihrer Verhältnisse zu leben, und forderte sie auf, dies nicht länger zu tun, nur weil die meisten anderen Europäer beschlossen, eine Seite aus dem amerikanischen Spielbuch zu streichen und übermäßig außerhalb ihrer Verhältnisse zu leben.

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Lagardes direkter Versuch, die fiskalischen Konservativen Europas zu beschämen, war geradezu schockierend: Normalerweise vermeiden EZB-Beamte es, einzelne Länder in öffentlichen Erklärungen zu nennen, weil ihr Mandat darin besteht, im Interesse der gesamten Eurozone zu handeln. Doch als Lagarde ihre Rede hielt, war sie noch nicht offiziell an der Frankfurter Institution angestellt – sie folgt am Freitag auf Mario Draghi.

In Bezug auf die Pointe verteidigte Lagarde die von ihrem Vorgänger Draghi eingeführten Negativzinsen und argumentierte, dass die Menschen zufriedener sein sollten, einen Job zu haben, als eine höhere Sparquote. Dies, als Erinnerung kommt zu einer Zeit, in der praktisch jeder, der nicht „Draghi“ oder „Lagarde“ heißt, negative Zinsen für katastrophal hält und darin eine Verdammnis der Eurozone sieht.

Und für diejenigen, die neugierig sind, ob die Behörden vor irgendetwas Halt machen, um die Währung zu zerstören und die Kurse auf noch negativere Niveaus zu bringen, wenn dies bedeutet, dass sie einen globalen, populistischen Aufstand in wenigen Monaten, Wochen oder Tagen beenden, hier ist die Antwort: „Wir sollten glücklicher sein, einen Job zu haben, als unsere Ersparnisse zu schützen“, sagte Lagarde. „Ich denke, dass in diesem Sinne die Geldpolitik von meinen Vorgängern beschlossen wurde, und ich denke, dass sie eine recht vorteilhafte Wahl getroffen haben.“

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12 thoughts on “Lagarde: „Arbeit wichtiger als Ersparnisse“”

  1. Die elitaeren Kulissenschieber handeln absolut folgerichtig,Vor Vollendung der angestrebten EUDSSR muss mam unter allen Umstaenden einen wirtschaftlichen Niedergang, mit nicht berechenbaren Folgen verhindern.

    1. Zu Recht! 60% Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl in Österreich. Ein Wahlkreuz, egal bei welcher Partei bedeutet schlicht: „JA, Weitermachen“.
      Der Grundstein zur EUdSSR wurde vom vorherigen sozialistischen Regime 1940 gelegt und gleicht der Regierung der UdSSR. Nachzulesen bei Oliver Janich, „Die vereinigten Staaten von Europa“.

      1. Es reicht. Ihre Litanei wir beim hundertsten Wiederholung nicht wahrer.

        Kein Wahlkreuz bedeutet sich selbst auszuradieren und für 5 Jahre das Recht verwirkt zu haben den Mund aufzumachen.
        Wie dumm muss man eigentlich sein, sich selbst ins Abseits zu stellen und das Feld kampflos den Feinden überlassen.
        Den notorischen Nichtwählern scheint wohl nicht bewusst zu sein, dass für das Erreichen des Wahlrechtes Menschen ihr Leben geopfert haben, sprich gestorben sind, heißt mit dem Leben bezahlt haben.

        1. Buchtipp: „Demokratie, der Gott der keiner ist“, von Hans-Hermann Hoppe, oder die Binsenweisheit: „Demokratie ist die Diktatur der Dummen“, die sind immer in der Mehrheit und betteln aktiv darum, belogen und bestohlen zu werden.

          1. @willi
            Wenn man nur das Denken der anderen denkt, dann denkt man nicht.

            Übrigens ist der Anarcho-Liberalismus der beste Freund der NWO.

          2. Lieber Willi. Ich brauche kein Buch, das mir auf die Sprünge hilft. Ich weiß 1 + 1 zusammenzuzählen.
            Womit sie aber recht haben ist: „Demokratie ist die Diktatur der Dummen“.

            Aber auch nur deshalb, weil u. a. 1/3 der Wähler, die nicht wählen gehen durch dieses Verhalten die End-Wahlergebnisse so beeinflussen, dass die gezählten Reststimmen (ca. 60-70%) dem eingesessenen Establishment zuarbeiten. Das heißt: Kleinparteien um die 10% von den 100 Gesamtwahlberechtigten werden durch das Nicht Zählen der ca. 30 % Absinenzler auf die Regierungsbank katapultiert.
            Was dabei rauskommt liegt seit Ende Sechziger Jahre vor. Dekadenz in die ganze Breite gestaltet sich salonfähig und wird zum Platzbesetzer Nr. 1
            Wenn der Nichtwähler mindestens so gescheit wäre, zur Wahlurne vor zu treten und seine Stimme ungültig zu retournieren, würde diese mit in die Gesamtzählung einfließen und Grüne wie FDP wären in ihre Schranken verwiesen, wo sie hingehörten.

  2. „Warum nicht in Bildung investieren? In Innovation sei zu investieren? “
    Diese Platte läuft seit ca. 1965.
    Was ist dabei herausgekommen, was das Abspielen der zerkratzten Schallplatte über 50 Jahre angerichtet?

    Aus Bildung wurde indoktrinierte Verblendung.
    Aus Innovation erwuchs permanentes Kaufrauschverhalten und aller trittfeste Rest wurde Staatsmacht verpflichtend komplett auf den Kopf gestellt.

    1. Wenn Sie genau aufgepasst haben, so ist Frau Merkel nach Indien geflogen um von dort Fachkräfte zu importieren. Das nennt man „brain drain“ das macht Deutschland schon immer. Früher halt bei den Nachbarn jetzt von weiter weg.

      Bildung in Deutschland wird zurückgefahren!

      1. Für mich sind die Abwerber den Parasiten gleichgestellt. (Mt wenigen Abstrichen, die ich den Politikern aber nicht einräume).
        Die Inder oder wer auch immer brauchen ihre besten Köpfe wohl selber.

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