Die andauernden vom Westen unterstützten Proteste in Hongkong treiben die Stadt in die Rezession. Die Lage ist so schlimm wie 2009.

Von Redaktion

Der erste Dominostein in der nächsten globalen Wirtschaftskrise ist gefallen, als Hongkong zum ersten Mal seit der Finanzkrise 2008/09 in eine technische Rezession geriet. Hongkongs Wirtschaft sank im dritten Quartal um 3,2 Prozent, wie Regierungsdaten am Donnerstag zeigten, und übertraf damit die niedrigsten Schätzungen der Ökonomen und bestätigte, dass eine technische Rezession begonnen hat.

Die Lage ist ähnlich schlimm wie während der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009.

Erst anfang dieser Woche warnte der Finanzminister von Hongkong, Paul Chan, dass nach mehr als einem halben Jahr gewaltsamer Demonstrationen gegen die Regierung Ende Oktober wahrscheinlich der Beginn einer Rezession sein wird.

„Nachdem im zweiten Quartal ein negatives Wachstum zu verzeichnen war, hat sich die Situation im dritten Quartal fortgesetzt, was bedeutet, dass unsere Wirtschaft in eine technische Rezession eingetreten ist“, schrieb Chan in einem Blogbeitrag.

„Es scheint sehr schwierig für uns zu sein, ein gesamtjährliches Wirtschaftswachstum von 0 bis 1 Prozent zu erreichen. Ich würde nicht ausschließen, dass das gesamtjährige Wirtschaftswachstum negativ sein wird.“

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Angesichts von zwei aufeinander folgenden Quartalen mit negativem Wachstum und einem nicht absehbaren Ende der Proteste hat Bloomberg in einer Reihe von Grafiken festgestellt, dass für 2020 ein gesamtes Jahr mit einem wirtschaftlichen Rückgang zu rechnen ist.

Bild: Bloomberg

Raymond Yeung, Chefvolkswirt für Greater China bei der Australia & New Zealand Banking Group Ltd., erklärte gegenüber Bloomberg, das soziale Chaos in der Stadt treibe die Wirtschaft in den Boden. Die Demonstranten haben häufig beliebte Einkaufsviertel geschlossen. Die Einzelhandelsbranche in Hongkong steht nun kurz vor dem Zusammenbruch.

Yeung warnte: „Es ist offensichtlich vergleichbar mit der globalen Finanzkrise. Wir haben eine sehr ähnliche Situation, von der wir nicht wissen, wann sie enden wird.“

Die ganzen Proteste wirken sich auch auf den Tourismus aus. In den ersten Oktoberwochen lag die Zahl der ankommenden Touristen bei nur mehr der Hälfte dessen, was noch vor einem Jahr erreicht wurde. Im ganzen dritten Quartal schrumpfte die Zahl um insgesamt 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Selbst hochpreisige Hotels reduzierten die Übernachtungspreise um bis zu 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stadtrundfahrten sind um bis zur Hälfte billiger.

Der von den USA gegen China geführte assymetrische Krieg, der über Hongkong geführt wird, scheint zu funktionieren. Die Frage ist nur: wie wird Peking darauf reagieren?

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