Der globale Schuldenberg wächst und wächst – und nichts scheint diese Entwicklung aufhalten zu können. Außer es kommt zum großen Reset.

Von Marco Maier

Wissen Sie, wie groß der globale Schuldenberg derzeit in etwa ist? Extrem groß. In diesem Jahr hat er bereits die Marke von 250 Billionen Dollar überschritten, nachdem er vor zehn Jahren (zu Finanzkrisenzeiten) noch an der 200-Billionen-Dollar-Marke kratzte und vor zwanzig Jahren kurz vor der Marke von 100 Billionen Dollar stand.

Entwicklung der globalen Verschuldung von 1999 bis 2019

Das Verhältnis von etwa 50:50 zu Finanzsektor und Staatshaushalten auf der einen Seite und dem privaten Nicht-Finanz-Sektor (Unternehmen und Privathaushalte) blieb jedoch in etwa konstant bestehen. Dies veranschaulicht auch die Grafik oben.

Doch das Problem bleibt bestehen: Während die Zentralbanken immer mehr Geld in die Finanzmärkte pumpen, sorgen verschiedene Umstände dafür, dass sich Staaten, Unternehmen und Privathaushalte immer weiter verschulden. Interessanterweise blieb die Gesamtverschuldung des Finanzsektors seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007/2008 erstaunlich stabil. Es sind die Regierungen, sowie die privaten Unternehmen und Haushalte, die immer mehr an Schulden aufnehmen.

Der globale Schuldenberg von aktuell rund 250 Billionen Dollar entspricht übrigens einem Verschuldungsgrad von 320 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Jeder Prozentpunkt an Zinsen kostet die Realwirtschaft also 3,2 Prozent ihrer Leistung. Kein Wunder also, dass die Zinssätze möglichst niedrig bleiben sollen – alles Andere würde zum Kollaps dieses Schuldensystems führen, weil dies die Realwirtschaft gnadenlos ausbluten ließe.

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Doch wie lange kann dies noch so weitergehen? Wann kollabiert dieses System, welches die globale Umverteilung von den Massen zu den „Eliten“ vorantreibt?

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