Friedrich Merz übt scharfe Kritik an der bisherigen Einwanderungs- und Energiepolitik der Bundesregierung. Geld spiele offenbar „keine Rolle“.

Von Michael Steiner

Er ist ein gewiefter politischer Taktiker, der Friedrich Merz. Der frühere Unionsfraktionschef übt nun, da das Rennen um den Bundeskanzlerkandidaten der CDU wieder offen ist, scharfe Kritik am bisherigen Kurs von Partei und Bundesregierung. Er weiß ganz genau, dass nur ein klarer rechtskonservativer Kurs die CDU noch retten kann, wenn sie nicht das gleiche Schicksal wie die SPD erleiden möchte. Denn die sogenannte „politische Mitte“ wird sukzessive zwischen Grünen und AfD zerrieben.

„Deutschland macht eine Einwanderungspolitik wie kein anderes Land der Welt, und Geld spielt offensichtlich keine Rolle“, so Merz gegenüber dem „Handelsblatt“. „Gleichzeitig beklagen wir zu Recht, dass wir zu wenig Geld in die Bildung stecken und zu wenig in die Infrastruktur.“ Nun gut, die Zerstörung des deutschen Rentensystems kam ihm als Multimillionär zwar nicht in den Sinn, aber diesen Aspekt sollte man auch noch erwähnen.

Auch die Energiepolitik der GroKo bekommt eine ordentliche Breitseite: „Deutschland macht eine Energiewende wie kein anderes Land der Welt, und Geld spielt dabei offensichtlich keine Rolle.“ In der Klimapolitik geschehe zwar einiges, sagte der Kanzler-Aspirant. „Aber wir haben schon die höchsten Strompreise in Europa, trotzdem gibt es Nachholbedarf in der Reduzierung der Treibhausgase.“

Merz, der zwischenzeitlich für den berüchtigten Finanzdienstleister BlackRock arbeitete und auch Vorsitzender der Atlantik-Brücke war, gilt als scharfer parteiinterner Kritiker des langjährigen CDU-Kurses unter Angela Merkel. Er gilt als wirtschaftsliberal und wertkonservativ.

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4 thoughts on “„Geld spielt bei Einwanderung und Energiewende keine Rolle“”

  1. Beide sind im transatlantischen Netzwerk bestens integriert. Wäre unter diesen Umständen eine echte Kehrtwende unter Kanzler Merz denkbar?

    Für denkbarer halte ich ein Marionettenspiel für den Pöbel, in dem die mittlerweile abgewrackte und indisponierte Obama Jüngerin Merkel, möglichst elegant entfernt werden soll, damit die Gleicheren unter den Gleichen das Teile & herrsche Spiel auf´s neue inszenieren können.

    1. Nun ja, Teile der AfD (u.A. Gauland) gelten auch als eher wirtschaftsliberal aber wertkonservativ. Wobei… der „rechte“ Flügel der CDU und der „liberale“ Flügel der AfD haben durchaus Gemeinsamkeiten. Der „Flügel“ rund um Höcke & Co steht ja wirtschaftspolitisch eher „links“ (wenn man die klassische Rechts-Links-Schemata hernimmt).

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