Die Russland-Sanktionen schaden den Europäern mehr als Russland selbst. Kommt langsam ein Umdenken?

Wenn Sie ernsthaft darüber nachdenken, sind Handelskriege nichts Neues, da sie immer wieder gegen jene Regierungen eingesetzt werden, die andere Mächte untergraben wollen. Ähnlich wie bei regulären Kriegen können solche Strategien jedoch zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Darüber hinaus können die Gegenmaßnahmen, die die angegriffene Kraft ergreifen kann, zum Sturz des Angreifers führen. Zum Beispiel hat The National Interest kürzlich darauf hingewiesen, dass in einigen Fällen die sogenannten „Sanktionen“ einen großen Fehlschlag darstellen können, da Washington mit seinen aggressiven Aktionen die Bildung einer pro-multipolaren Koalition von Staaten erleichtert hat.

Tatsächlich gibt es nur zwei Wege aus einem Handelskrieg. Sollten die konkurrierenden Mächte davon ausgehen, dass sie sich gegenseitig genügend wirtschaftlichen Schaden zugefügt haben, könnten sie sich mit einem Kompromissgeschäft einigen. Der andere Ausweg aus einem Handelskrieg ist ein direkter bewaffneter Konflikt. Letzteres geschah, als das Celestial Empire (Himmlisches Imperium, China) versuchte, britische Händler abzuwehren, die Opium an seine Bevölkerung verkauften. Tatsächlich gab es eine Reihe von Konflikten, die insgesamt sechs Jahre andauerten und heute als Opiumkriege bekannt sind.

Jetzt haben die USA und ihre Verbündeten bereits 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt, als sie sich weigerten, die Heimkehr der Krim anzuerkennen, da diese traditionell russische Region nach einer überwältigenden Abstimmung beschlossen hatte, nach Hause zurückzukehren. Diesen Sanktionen folgte eine neue Runde von Handelsbeschränkungen, die nach der zweifelhaften Skripal-Affäre eingeführt wurden, bei der ein ehemaliger russischer Spion in Großbritannien angeblich vergiftet wurde, wobei britische Geheimdienste diesen Vorfall in unverhältnismäßigen Ausmaßen auslösten, ohne jemals Beweise für ihre Behauptungen vorzulegen. Schließlich gab es erfundene Behauptungen, Russland habe sich in die US-Wahlen eingemischt, die von der Mueller-Untersuchung, die insgesamt zwei Jahre dauerte, widerlegt wurden.

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2 thoughts on “Europa zieht bei den Sanktionen den Kürzeren”

  1. Die Opiumkriege waren eine andere Art von Handelskriegen, denn man hat vor Ort dieses Teufelszeug unter die Menschen gebracht um deren Willen zu brechen, während die heutigen Handelskriege die Vorstufe eines heißen Krieges sein können, denn man will ja auf diese Art den Gegner maltretieren und das gelingt durchaus, wenn die Handelsüberschüsse der anderen Seite größer sind und dadurch die Abhängigkeit wenig Raum für eigene Entscheidungen läßt und unabhängig vom Ergebnis sind solche Handlungen, egal gegen wen, ein unfreundlicher Akt, mal ganz von dem abgesehen, daß der Exporteur durch Überschüsse auch zur Schräglage mit dazu beiträgt und solche Ungleichheiten sollte man am Verhandlungstisch regeln, denn es ist allemal besser als eine Auseinandersetzung zu riskieren, die gerade bei vorgefertigten Feindbildern durchaus entstehen können.

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