Die USA wollen Europa nuklear aufrüsten und einen Atomkrieg gegen Russland provozieren. Wäre es nicht besser, auf eine Denuklearisierung zu setzen?

Allein auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel der Bundeswehr sollen es rund 20 Atombomben vom Typ B61 sein. Sollte ein bewaffneter Konflikt ausbrechen, würden deutsche Piloten, die Panavia Tornado-Flugzeuge fliegen, Atombomben auf den „Feind“ werfen. Amerikanische Atombomben werden auch auf der Incirlik Air Base in der Türkei und der Aviano Air Base in Italien sowie auf Militärflughäfen in Belgien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich gelagert. Eine interne Untersuchung der US-Luftwaffe hat ergeben, dass die meisten Nuklearwaffenstandorte in Europa nicht den Sicherheitsanforderungen des Verteidigungsministeriums entsprechen. In vielen Ländern, in denen sie gelagert werden, befürworten die Menschen die Rücknahme dieser Waffen durch die USA.

Nach der Kündigung des Vertrags über Nuklearwaffen mit mittlerer Reichweite (INF-Vertrag) aus dem Jahr 1987 über die Beseitigung von Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen diskutieren derzeit viele europäische Medien über die in Europa auftauchenden amerikanischen Mittelstreckenraketenwerfer mit nuklearen Sprengköpfen in Europa und die möglichen Auswirkungen, die dieser Schritt auf die europäische Sicherheit haben könnte. Gleichzeitig wurde in Berichten betont, dass Russland noch keine nuklearen Raketen auf einen seiner Nachbarn zielen lassen muss, und der Rückzug der USA aus dem INF Europa einer nuklearen Apokalypse einen Schritt näher bringt.

Der Frieden, der in den letzten Jahren in Europa herrschte, ohne vom Konflikt zwischen Russland und der NATO betroffen zu sein, ist jetzt in Gefahr. Der Rückzug der USA aus der INF hat die Europäer gespalten und auch Spaltungen zwischen den USA und Europa geschaffen. „Es ist unangenehm, in Reichweite von Raketen zu sein, egal wem sie gehören“, sagte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am 7. September gegenüber Le Monde.

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