Die meisten der heutigen Grenzen im Nahen Osten sind das Resultat der Kolonialherrschaft Frankreichs und Großbritanniens. Doch ist eine Balkanisierung die Lösung bestehender Probleme?

Von Marco Maier

Wer ethnische Karten des Nahen Osten betrachtet und diese mit den Grenzziehungen in der Region vergleicht, wird feststellen, dass viele Konflikte dort „hausgemacht“ sind. Gerade die multiethnischen Staaten weisen innergesellschaftliche Konfliktlinien auf, die oftmals nur durch eine starke und repressive Führung vor einem Aufbrechen bewahrt werden können.

Was geschieht, wenn solche starken Regimes fehlen (oder weggeputscht werden), zeigen unter anderem Afghanistan, der Irak und Libyen (dort ist der Tribalismus besonders stark ausgeprägt). Auch in Syrien sehen wir, was der Verlust der staatlichen Ordnung mit sich bringt: Fraktionierung und Völkermord an den Minderheiten.

Kein Wunder, dass es bereits mehrere Pläne zur Neuordnung des Nahen Ostens gibt. Vorangetrieben werden sie – aus unterschiedlichen Gründen – vor allem von den Israelis (Yinon-Plan bzw. Großisrael) und den Amerikanern. Nachfolgend versuche ich einen Überblick über die Lage zu schaffen, die einen kleinen Einblick in die Zwickmühle bringt, in der sich die rohstoffreiche Region befindet.

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