Bild: Flickr / Manolo Gómez CC-BY 2.0

Deutschland braucht Grenzkontrollen. Dies zeigen die jüngsten Aufgriffszahlen der Bundespolizei.

Von Michael Steiner

Wer aus Deutschland abgeschoben oder ausgewiesen wird, hat dennoch gute Chancen darauf, wieder ins Land zu kommen. Dies liegt auch an den minimalen Grenzkontrollen, bei denen immer wieder solche Menschen entdeckt werden. Es könnten noch deutlich mehr sein.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 sind nämlich insgesamt 2.114 abgelehnte und abgeschobene Asylbewerber oder kriminelle Migranten mit Einreisesperren von Bundespolizisten aufgegriffen worden. Das geht aus einer Statistik der Bundespolizei hervor, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet. 736 von ihnen wurden an der deutschen Außengrenze zurückgewiesen.

Nach der illegalen Einreise von Clan-Chef Ibrahim Miri hatte Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen verschärft. „In diesem kurzen Zeitfenster griffen unsere Beamten schon über ein Dutzend mit einer Wiedereinreisesperre belegte Personen auf“, sagte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann der Zeitung. Bei fast allen seien „einreiseverhindernde oder aufenthaltsbeendende Maßnahmen“ vollzogen worden.

Da es sich hierbei wohl nur um einen kleinen Teil jener zurückkehrenden ausgewiesenen und mit Einreiseverbot belegten Leute handelt, kann man davon ausgehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Die deutsche Grenze ist nämlich durchlässig wie ein Sieb und die meisten illegal einreisenden werden wohl kaum gefasst.

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6 KOMMENTARE

  1. Der Trieb des Menschen ständig Grenzen um sich errichten zu müssen, scheint eines der falsch programmierten Teile in seiner frühkindlichen Entwicklung zu sein. Zu einem gewissen Prozentsatz sind daran aber auch unser ererbten Gene schuld.
    Schon im Sandkasten lernen wir Territorien zu errichten, ggf. zu verteidigen, und auch in andere einzudringen um dort was zu klauen.

    Über Jahrhunderte haben Europäer rücksichtslos Kolonialismus betrieben, und das in anderer Form sogar bis heute. Nun erleben wir die schmerzliche Rückzündung.

    Die Politik war sogar so verlogen unsere DEMOKRATIE in diese Regionen bringen zu wollen. Das ist vor lauter Gier, u.a. nach Rohstoffen, voll aus dem Ruder gelaufen.
    Jetzt kommen die Ergebnisse dieser von Unrecht und Korruption beseelten Heilslehre zu uns. Die selbst verursachte Flutwelle ist nun überraschend größer als gedacht.

    Nur wer neben den teils dummen Sandkastenspielen auch mal richtig schwimmen gelernt hat, wird mit den Veränderungen klar kommen.

    • Aha, also hätte der böse böse weisse Man(n) nicht die „dritte Welt“ kolonisiert, würde es den Menschen dort wirtschaftlich „so gut“ gehen wie uns, und sie würden nicht kommen?
      Also wenn sie das wirklich meinen, müssen sie noch sehr viel lernen.

      • Wenn wir die von uns zerbombten Länder in Ruhe gelassen hätten, dann bestünde für die dortigen Menschen keine Motivation ihre gewohnte Umgebung zu verlassen.

  2. Besser wären Grenzen wie früher mit Permanent – Kontrollen & Schlagbäumen und an der bayerischen / baden – württembergischen Grenze zu Österreich / Schweiz einen Grenzzaun nach ungarischen Vorbild ! Das würde auch Arbeitsplätze schaffen (Grenzsicherheitsfachkräfte)

  3. Man kann sie nicht fassen,
    egal ob die nicht vorhandene Grenze offen,oder geschlossen ist.
    Man kann den Herrschaften aber die Einreise und den Aufenthalt unattraktiv machen,indem man sie nicht mehr versorgt.
    Es gibt auch keine moralische Verpflichtung,Invasoren zu versorgen.
    Invasoren sind nicht willkommen und das lasse ich sie auch immer merken,wo immer es geht.

    • Robert, von uns wurden die nicht gebeten herzukommen. Aber von unseren POlitikern, weil sonst das schöne Währungssystem schon 2015 zusammengebrochen wäre. Es bricht ohnehin zusammen, aber jeder Tag erhöht den Schaden, den WIR zu bezahlen haben. Auch mit dem Leben unserer Nachkommen, denn freiwillig werden die wohl nicht mehr heimgehen.
      Allerdings haben WIR zu 75% in Deutschland und zu 80% in Österreich durch Abgabe eines Wahlkreuzes abgesegnet. Buchtipp: Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen.

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