MINUSMA-Einsatz der Bundeswehr in Mali. Bild: Bundeswehr/Sebastian Wilke

Die Bundeswehr soll verstärkt im Ausland tätig sein, so Kramp-Karrenbauer. Deutschland soll militärisch selbst Initiative ergreifen.

Von Marco Maier

Eigentlich, so sollte man es meinen, wird Deutschland an den eigenen Staatsgrenzen sowie an den EU-Außengrenzen verteidigt. Doch Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht das etwas anders. Sie hat große Pläne für die Bundeswehr und will diese stärker im Ausland eingesetzt wissen.

Die Ministerin sagte der „Süddeutschen Zeitung“ in einem Interview, Deutschland müsse künftig „offen damit umgehen, dass wir – so wie jedes andere Land dieser Welt – eigene strategische Interessen haben“. Die Bundesrepublik sei wie kein anderes Land „darauf angewiesen, dass wir einen freien Handel haben, der auf Regeln basiert“ und dass es „offene Handelswege“ gebe.

Sie kritisierte, dass man bereits 2014 auf der Münchner Sicherheitskonferenz gefordert habe, Deutschland müsse „mehr Verantwortung übernehmen“, doch man sei den Erwartungen „bisher nicht immer gerecht geworden“. In den vergangenen Jahren „haben wir oft nicht aktiv genug gehandelt: Wir sind zu Einsätzen dazugekommen, wenn wir gefragt worden sind – mal haben wir uns stärker beteiligt, mal weniger“.

Deutschland müsse in Zukunft „aber auch selbst die Initiative ergreifen, Impulse setzen, Optionen aufzeigen“. Und es müsse bereit sein, „die damit verbundenen Kosten zu tragen – finanziell, politisch und moralisch, wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble es jüngst formuliert hat“, erklärte sie. Nur so könne Deutschland „ein internationales Umfeld beschützen und gestalten, das unseren Werten und Interessen gemäß ist“.

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Im Grunde genommen fordert die CDU-Politikerin eine interventionistische Politik, die anderen Ländern und Völkern den Willen des deutschen Polit-Establishments aufzwingt. Eine Politik, die jener der Vereinigten Staaten von Amerika nicht unähnlich ist. Vor allem jedoch ist davon auszugehen, dass die Bundeswehr durch die stärkere Fokussierung auf Einsätze im Ausland noch stärker zum Erfüllungsgehilfen des US-Imperiums avanciert als ohnehin schon. Immerhin stellt sie bereits die „Speerspitze“ der NATO im Osten Europas gegen Russland dar.

Da fragt man sich schon, wie das noch enden wird. Immerhin sollen in den kommenden Jahren deutlich mehr Gelder in die Aufrüstung gesteckt werden. Mit der geplanten Ausrichtung auf das Ausland kann davon ausgegangen werden, dass ein erheblicher Teil der Mittel dafür verwendet werden und nicht dafür, eine funktionierende Landesverteidigung aufzubauen und zu erhalten, wie es für die Bundeswehr eigentlich vorgesehen war.

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2 KOMMENTARE

  1. Die ist genau so Blut/Kriegsgeil wie die Waffenuschi.
    Qualifikation für den Job liegt selbstverständlich bei 0.

    Sie will den Transatlantischen Befehlsgebern gefallen und hofft auf so einen Aufstieg wie die Kriminelle von der Leyen.

    In Deutschland läuft wirklich so einiges schief… denke die Liste was nicht schief läuft ist wesentlich kürzer.

  2. Aber jetzt mal Hand aufs Herz,welcher mutige deutsche Soldat würde nicht gerne zusammen mit seiner obersten hehren -und dazu noch schönen- Heerführerin Annekret im Schlachtgetümmel irgendwelcher Osmanen sein junges Leben lassen,für…
    ja für was eigentlich?
    Für nichts?

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