Lateinamerika ist der „Hinterhof der CIA“. Das zeigt auch der jüngste Putsch in Bolivien gegen Präsident Morales.

Von Paul Craig Roberts

Jeanine Anez, eine der bolivianischen spanischen Eliten, hat sich zur Präsidentin Boliviens erklärt. Sie ist eine der mit Washington verbündeten Eliten, die Evo Morales beschuldigte, seine Wiederwahl manipuliert zu haben. Aber die bolivianischen Lakaien der CIA, die Morales zum Rücktritt von seiner Präsidentschaft gezwungen haben, kümmern sich nicht um Wahlen. Sie erklären sich einfach zum Präsidenten wie Juan Guaido, der CIA-Kriecher in Venezuela, der darauf hoffte, Maduro, den gewählten Präsidenten, zu stürzen, indem er sich selbst zum Präsidenten erklärt. Weder Anez noch Guaido stellten sich der Wahl zum Präsidenten. Sie haben sich selbst zum Präsidenten ernannt. Die Organisation der amerikanischen Staaten, eine Frontorganisation der CIA, akzeptierte die nicht gewählten Präsidenten als rechtmäßige Herrscher. Präsident Trump erklärte den CIA-Putsch als eine Zunahme von Freiheit und Demokratie.

Wie kann sich Trump über den Putschversuch gegen Maduro in Venezuela und den erfolgreichen Putsch gegen Morales in Bolivien beschweren?

Lebe nach dem Schwert und sterbe nach dem Schwert.

Die Huren, aus denen die westlichen „Medien“ bestehen, geben vor, selbsternannte „Präsidenten“ seien die wirklichen Präsidenten, und die vom Volk gewählten nicht. Jede lateinamerikanische Wahl, bei der der Kandidat Washingtons nicht gewählt wird, wird von den westlichen Präsidenten als „umstrittene Wahl“ bezeichnet. Es spielt keine Rolle, ob der siegreiche Kandidat 85 Prozent der Stimmen erhält. Da er vom Standpunkt Washingtons aus der falsche Kandidat ist, ist seine Wahl umstritten und rechtswidrig.

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Washington bezahlte das korrupte bolivianische Militär, um Morales, den gewählten Präsidenten, abzusetzen. So hat Washington immer ganz Lateinamerika regiert. Kaufe das korrupte Militär. Sie werden ihre Frauen für Geld prostituieren.

In Lateinamerika ist jeder daran gewöhnt, gekauft zu werden. Nur Kuba und Venezuela und vielleicht Nicaguara haben diese Unterwerfung unter Washington vermieden. Angesichts des zunehmenden Drucks bleibt abzuwarten, wie lange diese drei preogressiven Regimes gegen Washington bestehen können. Ich würde mein Leben nicht darauf wetten, dass sie als unabhängige Länder überleben. Sogar Russland und China sind von einem Regimewechsel bedroht, und beide Regierungen scheinen diesbezüglich Selbstverleugnung zu zeigen.

Es ist ein Rätsel, warum ein lateinamerikanisches Land oder ein Land, das sich eine Unabhängigkeit erhofft, eine US-Präsenz in dem Land zulassen würde. Die Präsenz der USA in einem lateinamerikanischen Land oder in einem anderen Land schließt jegliche Unabhängigkeit der Regierung des Landes aus. Ich nehme an, es ist das Geld.

Lateinamerikaner haben lieber Washingtons Geld als ihre Unabhängigkeit.

Um eine amerikanische Präsenz in Russland zu haben, akzeptiert die russische Regierung alle Arten von Demütigungen. China ist das gleiche. Schauen Sie sich an, was Washington China in Hongkong angetan hat. Es ist außergewöhnlich, dass die chinesische Regierung so unbedeutend war, dass sich China auf diese Verlegenheit eingestellt hat.

Russlands beträchtliche Investitionen in Bolivien gehen jetzt verloren. Nachdem die spanische Elite durch die CIA die Kontrolle zurückerlangt hat, werden die russischen Investitionen von US-amerikanischen Firmen angeeignet. Man wundert sich, warum Russland nicht mehr getan hat, um den legitimen Präsidenten Morales zu schützen. Wenn Putin Morales ein Regiment russischer Truppen geschickt hätte, wäre das bolivianische Militär zurückgetreten, und in Bolivien bestünde immer noch Demokratie anstelle des amerikanischen Imperialismus.

Überall auf der Welt ist passiert, dass nichts wichtiger ist als Geld. Deshalb wird alles für Geld geopfert. Es gibt keine Schande, keine Ehre, keine Integrität, keine Wahrheit, keine Gerechtigkeit.

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Vielleicht sind die biblischen Prophezeiungen wahr, und Armageddon ist unsere Zukunft. Wer kann sagen, wir haben es nicht verdient.

Übrigens:

Die selbsternannte Präsidentin nannte die indigenen religiösen Praktiken „satanische Riten“. Sie wolle die Indios (übrigens rund 2/3 der Bevölkerung) nicht in den Städten haben, sondern in den Bergen und in El Chaco.

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