Boeing 737 Max: Flugbegleiter wollen nicht mitfliegen

28.000 US-Flugbegleiter weigern sich strikt, mit der Boeing 737 Max zu fliegen. Sie fürchten um ihre Sicherheit.

Von Redaktion

Zehntausende Flugbegleiter von American Airlines fürchten um ihre Sicherheit und werden nicht mit Boeing 737 Max fliegen, wenn sie 2020 in die Luft zurückkehren, schrieb der Präsident der Association of Professional Flight Attendants (APFA) in einem Brief an den CEO von Boeing diese Woche. Dies berichtet Reuters:

„Die 28.000 Flugbegleiter, die für American Airlines arbeiten, lehnen es ab, in ein Flugzeug zu steigen, das möglicherweise nicht sicher ist, und fordern höchste Sicherheitsstandards, um eine weitere Tragödie zu vermeiden“, sagte APFA-Präsident Lori Bassani in dem Brief (gesehen von Reuters).

Reuters stellte fest, dass der Brief auf den 30. Oktober datiert war, nachdem Boeing-Chef Dennis Muilenburg nach zwei Max-Unfällen, bei denen 346 Menschen ums Leben kamen, mehrere Tage lang in Washington von den US-Abgeordneten gegrillt worden war.

Während der Anhörung teilte Muilenburg den US-Gesetzgebern mit, dass Boeing „Fehler“ begangen und „aus beiden Unfällen gelernt und notwendige Änderungen identifiziert“ habe.

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Die Gesetzgeber warfen Boeing vor, über Flugsteuerungsprobleme im MCAS-System des Flugzeugs Bescheid zu wissen, die von den Flugbehörden als wesentlicher Faktor für beide Max-Abstürze identifiziert wurden.

Bassani sagte gegenüber Muilenburg, dass die Anhörungen in Washington „Störungen in der Überwachung des 737 MAX aufdecken und Fragen zu den Überwachungsressourcen der Federal Aviation Administration (FAA) aufwerfen“, sagte Reuters.

In dem Brief wurde Muilenburg mitgeteilt, dass die Flugbegleiter von American Airlines erst in das Flugzeug steigen werden, wenn ihre Gewerkschaft alle Sicherheitsberichte hat.

Seit dem Startverbot der Max im März hat Boeing verzweifelt versucht, die Flugzeuge wieder in die Luft zu bringen, da Fluggesellschaften auf der ganzen Welt Max-Bestellungen stornieren und stattdessen Airbus-Flugzeuge kaufen.

Boeing hat eine Glaubwürdigkeitskrise. Sie müssen nicht nur das Vertrauen der Flugbegleiter, sondern auch der Passagiere sowie der globalen Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden in die Max stärken.

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2 Kommentare

  1. Boeing ist kein vertrauenswürdiger Flugzeughersteller. An der Untersuchung die Wrackteile von MH17 haben sie sich auch nicht beteiligt, denn als Hersteller hätten sie z.B. durch Vergleich der Bauteilenummern einwandfrei zur Aufklärung der Identitätsfrage zwischen MH17 und MH370 beitragen können.

  2. Die Boeing 737 MAX ist eine Schrottkübel. Die 573. Überarbeitung eines Designs, dass noch aus den 60’ern stammt. Anstatt die 737 von Grund auf neu zu gestalten bzw. mal einen neuen Fliegertyp aus der Taufe zu heben, wurde seit Jahrzehnten am ursprünglichen Design herumgebastelt, drangeflanscht, aufpoliert. Aus Kostengründen, versteht sich.

    Bei einer modernen, durchgedachten Konstruktion wäre ein MCAS gar nicht nötig, aber Boeing kneift nicht nur die Arschbacken zusammen, wenn es um das Grunddesign der 737 geht, offenbar wollte man nicht mal den Notnagel ordnungsgemäß konstruieren. Oder wieso gab es keine Redundanzen bei den Sensoren?

    Bei so viel Geiz und Gier gehört es diesem Waffenproduzenten mit zivilem Anstrich, dass sie vom Markt geblasen werden. Von einer fetten Entschädigung für die Hinterbliebenen gleich ganz zu schweigen. Die Frage ist, ob Afrikaner und Asiaten da besonders viel Gehör finden werden.

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