Ohne Bargeld wären die Menschen der schleichenden Enteignung durch Negativzinsen völlig ausgesetzt.

Von Marco Maier

Auch wenn bargeldlose Zahlungsmethoden an Beliebtheit gewinnen, bleiben die Deutschen dem Bargeld treu. Vor allem angesichts der Gefahr von Negativzinsen auf Spareinlagen bei den Banken gilt die Devise „Nur Bares ist Wahres“ mehr denn je. Kein Wunder also, dass die Deutschen so viel Bargeld wie nie zuvor horten.

Wenn laut der Bundesbank die Deutschen zur Zeit 234,8 Milliarden Euro an Banknoten zu Hause lagern, ist das ein Rekordwert. Zum Vergleich: im Jahr 2009, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, waren es noch 101,9 Milliarden Euro. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb die Bundesbank den Bargeldumlauf von 348 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf mittlerweile 726 Milliarden Euro mehr als verdoppelte.

Wer erinnert sich noch daran, als es hieß, man solle sein Geld nicht unter der Matratze lagern sondern auf die Bank bringen, weil sonst die Inflation den Wert zusammenfressen werde? Diese Zeiten sind vorbei. Vor der Inflation fürchtet sich kaum mehr jemand, aber vor der zusätzlichen Belastung durch Minuszinsen.

Die gestiegene Nachfrage nach Banknoten ist jedoch Wasser auf die Mühlen jener, die eine Abschaffung des Bargelds fordern. Denn Banknoten ermöglichen es den Menschen, sich der Kontrolle – und auch der Enteignung – durch das System zu entziehen. Das ist nicht erwünscht, weshalb schon jetzt die Beschränkungen zunehmen.

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One thought on “Bargeld – aus Angst vor Negativzinsen”

  1. Normalerweise zeigt der Zins den Wert des Geldes. Also bei Null Prozent ab in die Latrine damit. Oder so, wird aber nicht gemacht, wegen der mangelnden Saugfähigkeit. Was man jetzt mit dem Ramsch bei negativen Zinsen machen soll, weiß ich jetzt auch nicht. Man sieht nur, wie abgrundtief krank und böse dieses System bereits ist.
    Offensichtlich freut das trotzdem die Mehrheit der so Beraubten, denn die Wahlbeteiligung liegt immer noch bei 75%!
    Die Demokratie ist die Diktatur der Dümmsten!!

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