Bild: Flickr / Brian Giesen CC-BY 2.0

Die niederländische Zentralbank warnt vor dem Systemkollaps und erklärt, dass Gold für den Neustart des Systemes wichtig ist.

Von Marco Maier

Solch dramatischen Worte aus Zentralbankkreisen wurden wohl schon schon lange nicht mehr gehört. Warnungen vor einem umfassenden Systemkollaps, dem Verlust in das Fiat-Geld und einem „Reset“ hat man in den letzten Jahren immer nur den „Aluhut-Seiten“ zugeschrieben, doch nun gesellt sich auch die De Nederlandsche Bank (DNB), also die niederländische Zentralbank, dazu.

Ein von der DNB veröffentlichter Artikel hat viele mit der Behauptung schockiert, dass „wenn das System zusammenbricht“, der Goldbestand als Grundlage für dessen Wiederaufbau dienen könne. „Gold stärkt das Vertrauen in die Stabilität der Bilanz der Zentralbank. Dies schafft ein Gefühl der Sicherheit.“

Zwar sind düstere Vorhersagen einer Geldmengenzurücksetzung kaum neu, doch wurden sie traditionell in den Randbereich des Mainstream-Finanzgedankens verbannt – schließlich reicht, wie Mario Draghi in den letzten Jahren mehrfach feststellte, die bloße Betrachtung eines „Weltuntergangsszenarios“ aus um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung materialisieren zu lassen.

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Als solches ist es erstaunlich zu sehen, wie sich ein Mainstream-Finanzinstitut über den überlegenen Wert von knappem Angebot, Nicht-Fiat und soliden Geldanlagen öffnet. Es ist auch scheinheilig angesichts der diametral entgegengesetzten keynesianischen Praktiken, die regelmäßig von Zentralbanken und offiziellen Institutionen auf der ganzen Welt praktiziert werden: Schließlich veröffentlichte der IWF vor wenigen Monaten ein Papier, in dem die Einführung des deutschen Goldstandards in den 1870er Jahren als Auslöser für Instabilität im globalen Währungssystem kritisiert wurde.

Doch nun gibt die niederländische Zentralbank zu, dass Gold nicht nur das Währungssystem nicht destabilisiert hat, sondern auch sein einziger Retter sein wird, wenn alles zusammenbricht.

In dem Artikel mit dem Titel „DNB’s Gold Stock“ heißt es:

„Ein Goldbarren behält auch in Krisenzeiten seinen Wert.“ Dies macht ihn zum Gegenteil von „Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren“, die alle mit Risiken behaftet sind und deren Preise sinken können.

Was auch bemerkenswert ist: Die DNB plant ihre Gelddruckerei und die Goldreserven (immerhin mehr als 600 Tonnen) in ein neues „Cash Centre“ zu übersiedeln. Dieses soll im Camp Neu-Amsterdam entstehen, einer Militäranlage in Zeist.

Auch wenn man dafür mehrere logisch erscheinende Gründe angibt, stellt sich doch die Frage, ob die Zentralbanker nicht vielleicht doch mehr wissen als sie offiziell zugeben.

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1 KOMMENTAR

  1. Warum ist Gold Geld? Weil es knapp und nicht beliebig vermehrbar ist. Das gilt auch für andere Edelmetalle, soweit sie knapp sind, wie z.B. Silber. Die Epoche des Fiat-Geldes geht ihrem Ende entgegen und die Nomenklatura tut alles um zu verhindern, dass die Massen sich retten können.

    Die Tatsache, dass nun die ZB der Niederlande ausschert und Gold als eines der zukünftigen Standbeine nach einem Reset darstellt zeigt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis der Tag X eintritt. Die darauf folgenden Jahre werden ein Ende der aufgebauten Dekadenz und ein Ende des linken Extremismus mit sich bringen. Gewissermaßen die Rückkehr zu natürlichen Zuständen, wo 500 Geschlechter und politische Heuchler keinen Platz mehr finden werden.

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