Stromzähler.

Deutschlands Konjunktur schwächelt, dennoch soll die EEG-Umlage weiter steigen. Energiewende bis zum wirtschaftlichen Untergang?

Von Marco Maier

Nachdem die Bundesregierung ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im kommenden Jahr bereits deutlich herunterschraubte, vermeldet auch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) eine Verschlechterung der mittelfristigen Konjunkturerwartungen.

Der entsprechende Index sank von -22,5 Zählern im September auf nun -22,8 Punkte. Der Indikator befindet sich damit weiterhin deutlich unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 21,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich erneut. Sie beträgt aktuell -25,3 Punkte, 5,4 Punkte weniger als im Vormonat. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2010.

Doch das scheint in Berlin kaum jemanden von bisherige Weg der sogenannten „Energiewende“ abzubringen, die aufgrund ihrer massiven Verteuerung von Strom geradezu als wirtschaftsfeindlich angesehen werden kann. Die Energiepreise befinden sich bereits seit Jahren im oberen europäischen Spitzenfeld.

Aber das ist noch nicht alles. Nun soll die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergüteten Stroms (die sogenannte EEG-Umlage) im kommenden Jahr weiter ansteigen, nachdem sie zuletzt zweimal in Folge gesunken war. Im Jahr 2020 soll sie bei 6,756 Cent je Kilowattstunde liegen. Aktuell beträgt sie 6,405 Cent und macht somit rund ein Viertel des Strompreises aus.

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Das Industrieland Deutschland ist auch auf eine leistbare Energieversorgung angewiesen, so dass die künstliche Verteuerung der Elektrizität sich auch negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Aber das passt zur gegenwärtigen Wirtschaftspolitik, die sich offenbar darauf konzentriert, die Kernindustrien des Landes zu vergraulen.

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3 KOMMENTARE

  1. Als ein Sozi, Sigmar Gabriel, 2013 Wirtschaftsminister wurde, lamentierte er etwas von sozialer Gerechtigkeit und wollte angeblich die EEG für den privaten Endverbraucher drastisch reduzieren.

    Wie immer, wenn Sozis etwas versprechen, kam natürlich genau das Gegenteil heraus – die EEG stieg drastisch, weil weitere Großunternehmen befreit wurden.

    Noch sind die schwülstigen Worte eines anderen Sozis, Hubertus Heil, zur Altersrente nicht ganz verklungen, da werden die Worte von Bürgern mit Kenntnis der Grundrechenarten wahr. Sie sagten nämlich, dass bevor diese Wunderrente überhaupt inkrafttreten wird, es so viele Erhöhungen anderer Art geben wird, das sie praktisch auf dem Niveau der Grundsicherung im Alter verharrt oder darunter liegen wird.

    Also, hier ist es die EEG, der öffentliche Rundfunk hat bereits konkrete Begehrlichkeiten angemeldet, viele Banken erhöhen ihre Gebühren oder erheben Kosten für bislang freie Leistungen, die Post hatte ja bereits zugeschlagen, immer mehr Wasserverbände wollen auch ihre Gebühren erhöhen, natürlich wegen des Klimawandels, dann steht uns die CO2-Steuer bevor, der Zusatzbeitrag der Krankenkassen steigt und es werden weiter sogenannte freiwillige Leistungen in kostenpflichtige umgewidmet, die Rentenkassen haben auch schon ihre Stimme erhoben. So geht es munter weiter.

    Die Inflationsrate sei ja angeblich auch viel zu niedrig.

    Neue Produkte, ohne, dass sie auch nur ein Quäntchen Mehrwert für den Käufer haben, werden deutlich verteuert und zusätzlich unterliegen sie noch der Obsoleszenz.

    Der oberste Boss der Verbraucherzentralen, Klaus Müller – natürlich ein Grüner – sagte dazu, dass der Kunde gern höhere Preise für neue Produkte zahlt,

    Die Talfahrt wird immer rasanter.

  2. Einkommen, ob erarbeitet oder in späterer Rentenform waren nie dazu gedacht, den Einzelnen vermögender zu machen, es ist lediglich ein Ausgleich um über die Runden zu kommen, der wahre Mehrwert ist den Reichen vorbehalten und die bedienen sich schon seit tausenden von Jahren auf ihre Art der Umverteilung und die Sozis sind das Feigenblatt um sich im Schatten derer mit zu bereichern, das Dumme ist nur, die Leute merken es und haben die Nase voll, aber bis zur zweiten französischen Revolution haben sie nicht die Traute, bzw. es geht ihnen ja noch ordentlich und in dieser Gemengenlage leben sie nebeneinander her, die einen in Saus und Braus und die anderen in ihrer Neiddebatte, mal ganz davon abgesehen was passieren würde, wenn man die Steinreichen enteignen würde, deren Vermögen würde dann ganz schnell versickern und wir stehen wieder vor dem gleichen Problem und dieser ewige Kreislauf wird nie enden, auch wenn man gerne etwas mehr davon haben würde und vieles im Leben ist auch Willens- und Glücksache.

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