Wahlzettel. Bild: Flickr / Awaya Legends CC BY-SA 2.0

Während man Russland, aber auch China und andere Länder gerne der Wahlbeeinflussung bezichtigt, liegt das Problem ganz woanders: Google, Facebook & Co sind es, die das tun.

Von Marco Maier

Wenn man den etablierten Staats- und Konzernmedien des Westens Glauben schenken darf, sollen Russland, China, der Iran und andere Länder schon seit Jahren versuchen, sich in die Wahlen in westlichen Ländern (allen voran in den USA) einzumischen. Nun gut, angesichts dessen, dass vor allem die Amerikaner, aber auch die Europäer in Sachen Einmischung in die internen politischen Angelegenheiten anderer Länder nicht gerade zimperlich sind, sollte man das als „zwischenstaatlichen Volkssport“ betrachten.

Angesichts dessen, dass sich die Regierungen der einzelnen Länder durch die Wahl einer ihnen „genehmen“ Regierung bzw. Partei in einem anderen Land Vorteile für ihr eigenes Land erhoffen, sind solche Bemühungen durchaus nachvollziehbar. Niemand hat gerne mächtige Feinde in der Weltgemeinschaft, die einem schaden wollen, oder?

Doch das Problem in Sachen Wahlbeeinflussung liegt weniger in irgendwelchen Versuchen von Staaten bzw. Regierungen. Viel gefährlicher ist die Übermacht diverser Internetkonzerne wie Google, Facebook, Twitter & Co. Deren Algorithmen haben einen großen Einfluss darauf, was die Nutzer schlussendlich zu sehen bekommen.

Google beispielsweise bevorzugt in den Suchergebnissen die Angebote eher linksliberal ausgerichteter Mainstreammedien, während der Rest (von konservativ bis rechts) entweder einfach auf die hinteren Seiten verschoben oder gleich faktisch komplett verbannt wird. Dem Establishment unliebsame Meinungen, Sichtweisen und Berichte werden ausgeblendet. Das Ergebnis angesichts der Marktmacht der Suchmaschine: Unschlüssige Wähler könnten durch solche Maßnahmen eher geneigt sein, für Mitte-Links anstelle von Mitte-Rechts zu stimmen, wenn die Suchergebnisse ausgewogen wären.

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Auch Facebook manipuliert die Menschen. Abgesehen davon, dass die Reichweite von Seiten generell heruntergeschraubt wurde, um mehr bezahlte Reichweite von den Seitenbetreibern zu erzwingen, wird der politisch genehme Mainstream massivst bevorzugt, während (wie es bei uns selbst geschah) kleine unliebsame Medien faktisch kaputtgemacht werden, indem die Reichweite praktisch auf Null gedrückt wird. Dubiose „Faktenchecker“ und Gesinnungswächter wie Correctiv oder Arvato sorgen für den Rest an Verzerrung und die Begünstigung des linksliberalen Polit-Establishments.

Klar dass die Mainstream-Medien diese Verzerrungen nicht ansprechen, zumal sie selbst massivst davon profitieren und die alternative bzw. konservative oder rechte Konkurrenz damit unter Druck gerät. Auch die etablierte Politik stößt sich nicht wirklich an diesen Umständen, da auch sie die Begünstigten dieses Angriffs auf den Meinungspluralismus und eigentlich sogar auf die Pressefreiheit sind.

Und so schiebt man die Schuld für die Wahlsiege der politischen Konkurrenz lieber auf „die Russen“ (oder andere gerade „moderne“ Feindbilder). Das eigentliche Problem bei der Beeinflussung von Wahlen – nämlich diese übermächtigen Internetkonzerne – interessiert sie nicht die Bohne.

Sollten Sie daran interessiert sein, sich auch bei den von Google, Facebook & Co drangsalierten Medien informieren zu wollen, können Sie die übrigens auch unsere Alternativ-News-Apps (deutsch- und englischsprachig) ausprobieren. Die Downloadlinks finden Sie in diesem Artikel hier.

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