Die EU müsse eine harte Linie gegenüber den USA verfolgen und ebenfalls Strafzölle verhängen, so Außenminister Heiko Maas.

Von Michael Steiner

Während die Europäische Union versuchte, mit Washington eine einvernehmliche Lösung im Handelsdisput zu finden, setzt die „America First“-Administration unter Präsident Donald Trump vielmehr auf Konfrontation und Provokation. Deshalb wurden nun Strafzölle auf europäische Flugzeuge (10 Prozent) und diverse andere EU-Produkte (25 Prozent) verhängt.

Für Bundesaußenminister Heiko Maas ist klar, dass Brüssel nun eine harte Linie fahren muss. Die EU wird nun reagieren müssen und nach der Genehmigung durch die WTO wohl ihrerseits Strafzölle erheben“, sagte der SPD-Politiker den Funke-Zeitungen.

Die USA hätten das Angebot der EU zu einer einvernehmlichen Lösung ausgeschlagen und gingen stattdessen den Weg der Konfrontation, so Maas. „Wir halten das für falsch, weil auf beiden Seiten des Atlantiks Arbeitnehmer und Verbraucher den Preis dafür bezahlen.“ Europa sei nach wie vor bereit, mit den USA gemeinsame Regeln für Subventionen in der Luftfahrtindustrie auszuhandeln, fügte Maas hinzu. „Noch besteht die Chance, weiteren Schaden von der Weltwirtschaft zu verhindern. Denn von offenem und fairem Handel profitieren alle.“

Damit wird auch deutlich, wie sehr die Trump-Administration auch die engen Verbündeten vor den Kopf stößt und verprellt. Sollte der transatlantische Handelskrieg dermaßen eskalieren wie jener zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China, würde dies die transatlantische Fraktion in Europa massiv schwächen und die transkontinentale Fraktion (die bessere Beziehungen zu Russland, aber auch zu China sucht) stärken.

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2 thoughts on “US-Handelskrieg: Maas fordert EU-Strafzölle”

  1. Dudenhöfer fordert eine stärkere Zuwendung der Autoindustrie nach China, weil dort die Zukunft liegt und da hat er recht, die haben doch schon große Teile in Europa aufgekauft oder sich daran beteiligt, wie die Marke aus Schweden und den Stern aus dem Neckartal und um noch eines draufzusetzen fordert nun der Minister im Konfirmantenanzug Strafzölle gegen die USA und sorgt damit, daß wir noch schneller den Bach runtergehen als geplant und wenn wir generell überleben wollen, dann kann dies nur mit dem Westen einschließlich Rußlands geschehen, alles andere wird gegen uns arbeiten und das unterstützen wir schon seit Jahrzehnten und merken noch nicht einmal, daß wir auf`s falsche Pferd gesetzt haben, denn wir sind nur Mittel zum Zweck, mehr auf keinen Fall.

  2. Ich wünsche mir eine Statue dieses grandiosen Aussenministers,neben der Statue von Willy Brandt,aber den Mass in Lebensgrösse.
    Der Kopf sollte etwas abgeflacht sein,dass man den Kaffee darauf abstellen kann.
    Ich finde,er hat es verdient.

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