IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi. Bild: IS-Propagandavideo

Wieder einmal wurde ein Terrorchef von der CIA entdeckt – und sprengte sich praktischerweise gleich selbst in die Luft. Beweise für die Öffentlichkeit? Fehlanzeige.

Wolfgang Eggert

Als Barak Hussein Obama wegen seiner gefälschten Geburtsurkunde unter Druck geriet, fanden er und das CIA den längst im Jenseits befindlichen Osama Bin Laden und töteten ihn post-mortem, um ihm anschließend ein ehrenvolles Seebegräbnis zugute kommen zu lassen. Die Nachschnüffelei in der Vita des Präsidenten (an der sich „the Donald“ übrigens rege beteiligte) hatte damit ein Ende.

Jetzt, wo Trump im Amtsenthebungsverfahren steckt, findet der, wieder zusammen mit der CIA, den Bin Laden-„Nachfolger“ Al-Baghdadi, ebenfalls ein längst Toter. Um den Amerikanern lästige Nachfragen, z.B. einem Foto/Filmbeweis, zu ersparen, soll sich der Untote dem Vernehmen nach selbst in die Luft gesprengt haben.

Frei nach dem Wahlspruch „Never Change a Winning Script“ stellt sich der neue „Zugriff“ vom Bühnenbild her praktisch identisch zum alten dar.

Auch die „Nachbehandlung“ des gejenseiteten Schubiaks klingt vertraut:

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Laut einer vom Pentagon gegebenen Pressekonferenz wurden, man hält es nicht für möglich, die sterblichen Überreste al-Baghdadis auf hoher See bestattet. Genauere Angaben zu Ort und Verlauf der Bestattung gab es nicht. So erfahren wir nicht, ob bei der Wasserlassung des Terrorchefs Hymnen gespielt wurden oder ob die Soldaten Haltung annahmen.

Der Generalstabschef der US-Streitkräfte, Mark Milley sagte lediglich, die „Beseitigung“ von al-Baghdadis Überresten sei „angemessen“ gemäß der militärischen Prozeduren und des Kriegsrechts gehandhabt worden. Die noble See-Bestattung erinnert an jene von Al Kaida-Chef Osama bin Laden, der vorgeblich 2011 bei einem US-Militäreinsatz in Pakistan getötet worden war.

Zur Freude des Publikums präsentiert die Regie im Verteidigungsministerium dieses mal eine ungewöhnliche Seitenhandlung, durch die ein Hund des amerikanischen Militärs auf dem besten Weg ist, zum besten Nebendarsteller im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus gekürt zu werden. Die US-Regierung veröffentlichte ein Foto des Vierbeiners, der den Chef der Terrormiliz Islamischer Staat bei dem behaupteten Militäreinsatz in Syrien bis zu dessen Tod verfolgt haben soll. Der Hund war nach Angaben Trumps bei dem Einsatz verletzt worden, als er al-Baghdadi verfolgte und sich jener selbst in die Luft sprengte. US-Soldaten wollen den verletzten Fell-Kameraden geborgen haben. Mittlerweile befinde er sich nach Militärangaben auf dem Wege der Genesung. Der Armeehund habe bei dem Einsatz einen „tollen Job“ gemacht, erklärte der US-Präsident am Montag über Twitter. Den Namen des Hundes wollte Generalstabschef Milley nicht nennen, da dieser sich weiter im Einsatzgebiet befinde. „Wir schützen die Identität des Hundes“, sagte er.

Gefunden wurde der Terrorchef übrigens mit Hilfe seiner Unterhose. Die hatte ein „Geheimagent der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte“ al-Baghdadi zuvor entwendet – zur DNA-Prüfung durch amerikanische Gen-Experten; das zivilen Kollateralschäden seit jeher abholde US-Militär wollte ganz sicher gehen, dass der Wäscheträger tatsächlich al-Baghdadi ist.

Kleiner Wermutstropfen am Rande:

Das russische Verteidigungsministerium bezweifelt, dass die US-Geheimoperation in Baghdadis Versteck überhaupt stattgefunden hat.

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Warum nur?

Wolfgang Eggert (* 1962) ist ein deutscher Journalist und Historiker. Er hat sich entschlossen mit seinem Projekt  http://www.siedlergemeinde.org das deutsche Irrenhaus zu verlassen.

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